Frank Williams ist mit dem Team erst dann zufrieden, wenn es wieder Siege feiert...

Formel 1 2009

— 08.06.2009

Williams: "Wir existieren, um in der Formel 1 zu fahren"

Frank Williams lässt sich von den Diskussionen um das Reglement für 2010 nicht aus der Ruhe bringen und rechnet fest mit einer Einigung

Das britische Williams-Team engagierte sich lange Zeit bei der Teamvereinigung FOTA, wählte vor einigen Tagen aber einen eigenen Weg. Der Rennstall von Frank Williams hielt nicht zur in der FOTA versammelten Konkurrenz und schrieb sich beim Automobil-Weltverband FIA für die neue Formel-1-Saison ein. Als eines von nur wenigen aktuellen Teams bekannte sich Williams damit zum Reglement der FIA. Teamchef Williams sieht keinen Grund, warum er in dieser Lage anders hätte handeln sollen.

"Wir existieren, um in der Formel 1 zu fahren. Es gab bezüglich unserer Einschreibung also nicht das kleinste Fragezeichen", stellte der 67-Jährige gegenüber dem 'Evening Standard' klar. Williams ist sich darüber hinaus "zu einhundert Prozent sicher", dass er im kommenden Jahr auf viele alte Bekannte in der Startaufstellung treffen wird - der britische Racer rechnet nämlich fest damit, dass sich die Streitparteien letztendlich doch noch einigen werden.

"So läuft es nun einmal in der Formel 1. Die Leute verbringen viel Zeit damit, sich aufzuregen", kommentierte Williams die abdauernden Diskussionen um das künftige Reglement der Formel 1 und fügte an: "Ich habe jedenfalls schon Schlimmeres erlebt." Allerdings hat der Teamchef von Nico Rosberg und Kazuki Nakajima auch schon wesentlich erfolgreichere Zeiten gesehen - von der WM-Form früherer Jahre ist das Team derzeit jedenfalls weit entfernt.

An seinen bis dato letzten Grand-Prix-Sieger erinnert sich Williams noch, muss dafür aber schon etwas länger im Gedächtnis kramen. "Das war Juan-Pablo Montoya im letzten Rennen der Saison 2004", trifft Sir Frank ins Schwarze. "Es ist einfach beschämend, dass wir in so einer langen Zeit kein Rennen mehr gewonnen haben. Die Tatsache, dass ich so lange über den Zeitpunkt unseres letzten Erfolges nachdenken muss, spricht doch für sich."

Dabei konnte Rosberg in der Türkei mit P5 unlängst das beste Saisonergebnis einfahren, was Williams aber noch immer nicht zufrieden stellen kann. "Wir sind definitiv nicht dort, wo wir sein wollen. Wir sind in der Formel 1, um Rennen zu gewinnen und nicht, um einmal vorne zu landen. Das reicht nicht", stellte der britische Teameigner heraus und fügte an: "Aber selbst das haben wir nicht einmal annähernd erreicht."

Fotoquelle: xpb.cc

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