Franz Tost und Toro Rosso stellen sich frühzeitig auf die kommende Saison ein

Formel 1 2009

— 09.06.2009

Tost: "Wir brauchen neue Designer"

Im kommenden Jahr geht Toro Rosso erstmals mit einem Rennwagen Marke Eigenbau an den Start und muss daher die Teamstruktur etwas erweitern

Seit 2006 ist Toro Rosso in der Formel 1 unterwegs und erlebte im Vorjahr die bislang beste Saison in der Teamgeschichte, doch größere Veränderungen werfen ihre Schatten bereits voraus. War das italienische Team bislang mit Fahrzeugen aus der Feder von Adrian Newey unterwegs und konnte vom Technologietransfer mit Red Bull profitieren, so muss das ehemalige Minardi-Team ab 2010 komplett eigenständig agieren und ein eigenes Auto entwerfen - die Vorbereitungen laufen schon.

Wie Teamchef Franz Tost gegenüber dem 'Red Bulletin' erläuterte, hat der Rennstall um den Technischen Direktor Giorgio Ascanelli die anstehenden Umstellungen bereits im Auge und arbeitet hinter den Kulissen bereits an der Aufstellung für 2010. "Giorgio ist im Augenblick sehr, sehr beschäftigt", sagte Tost. "Er muss in Faenza bleiben, um diese Geschichte zu organisieren. Daher war er bei den vergangenen beiden Rennen auch nicht vor Ort."

"Wir bauen derzeit unsere Infrastruktur aus - vor allem auf technischer Seite. Da wir künftig alles in unserer Firma entwerfen müssen, brauchen wir einige neue Designer. Außerdem müssen wir eine Aerodynamik-Arbeitsgruppe für den Windkanal aufstellen und eine CFD-Abteilung. Das Rennteam an sich wird sich aber nicht verändern", erklärte der Österreicher, der seine Mannschaft noch in diesem Jahr kräftig aufstocken will.

"Als ich das Team von Minardi übernommen habe, hatte der Rennstall nur etwa 90 Angestellte. Wir haben nun schon 200 Mitarbeiter", meinte Tost und verwies auf seine Zielsetzung: "Zum Ende dieser Saison werden es wohl etwa 250 sein. Ich halte diese Anzahl für vollkommen ausreichend, um in der Formel 1 gut abzuschneiden. Mehr Angestellte müssen es gar nicht sein", hielt der Teamchef von Sébastien Buemi und Sébastien Bourdais fest.

Diese 250 Mitarbeiter müssen ab 2010 in Eigenregie ein Fahrzeug zeichnen und bauen, wobei der Rennstall bislang sehr von Red Bull Technology und Newey unterstützt wurde. 2009 kann man ein letztes Mal auf diesen Umstand zählen. "Wir haben in diesem Jahr einen sehr konkurrenzfähigen Wagen, weil das Team um Adrian einen fantastischen Job gemacht hat", gab Tost am Rande des türkischen Rennens zu Protokoll.

"Einige Ideen unserer Leute werden da mit einfließen, doch sie werden sich hauptsächlich auf das Auto für 2010 konzentrieren. Angesichts unserer Struktur und der Anzahl der Mitarbeiter befinden wir uns nicht in einer Position, um ein Parallelprogramm laufen zu lassen", erteilte Tost einer doppelten Entwicklungsrichtung eine Absage und fügte an: "Es ist ein ungeheuer umfangreicher Job, ein Fahrzeug für die kommende Saison zu designen."

Fotoquelle: Getty

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