Ex-Champion Michael Schumacher ist nicht begeistert von den aktuellen Vorgängen

Formel 1 2009

— 09.06.2009

Schumacher: Keine Formel 1 ohne Ferrari

Ex-Champion Michael Schumacher stellt sich demonstrativ vor die arrivierten Teams der Formel 1 und fordert eine für alle tragbare Lösung

Noch immer sind sich Automobil-Weltverband FIA und Teamvereinigung FOTA nicht einig darüber, wie die Formel 1 ab 2010 aussehen soll. Schon am Freitag könnte diesbezüglich allerdings etwas Licht ins Dunkel fallen, denn dann will die FIA die Liste der Rennställe bekannt geben, welche für die kommende Saison eine Starterlaubnis erhalten werden. Der frühere Formel-1-Pilot Michael Schumacher plädiert indes für eine Lösung im Sinne des Sports - und für den Verbleib der Hersteller.

In einem Videointerview auf der Ferrari-Homepage machte Schumacher seine Bedenken deutlich, wonach die Formel 1 Gefahr laufe, einen großen Teil ihrer Geschichte über Bord zu werfen. "Wir stehen nicht gerade vor einer besonders berauschenden Situation - vor allem nicht der Sport, an dem ich so lange teilgenommen habe und den ich überaus liebe", erklärte Schumacher. "Es ist nicht sehr schön, die aktuellen Ereignisse zu verfolgen."

Speziell für Ferrari sind schwierige Zeiten angebrochen, hatten die Italiener doch schon vor einigen Wochen mit einem Rückzug aus der Formel 1 gedroht. Ein solches Szenario kann sich auch Schumacher nur schwer vorstellen. "Letztendlich muss man festhalten, dass der Name Ferrari in diesem Sport wichtig und überaus berühmt ist", meinte der 40-Jährige.

"Ferrari wurde nur aufgrund dieses Sports zu einer solch großen Nummer, hat damit aber auch dem Sport an sich beim Heranwachsen geholfen. Man kann sich keine Formel 1 ohne Ferrari oder die anderen Hersteller, die so lange daran teilgenommen haben, vorstellen", hielt Schumacher fest und forderte die Verantwortlichen zum Handeln auf: "Jemand muss eine Lösung finden."

"Eine solche Lösung kann nur so aussehen, dass sie den Teams entgegen kommt, welche die Formel 1 auf dieses Niveau gehoben haben, wie wir es derzeit erleben", gab Schumacher zu Protokoll und kam abschließend auf das von der FIA vorgeschlagene Budgetlimit von rund 45 Millionen Euro zu sprechen - laut dem siebenmaligen Weltmeister ist das kein guter Ansatz.

"Man kann einfach nicht erwarten, dass so bedeutende Hersteller solche drastischen Veränderungen einfach so hinnehmen werden", sagte der Ferrari-Berater und fügte an: "Ja, wir haben ein Ziel und ja, wir wollen die Kosten reduzieren - aber das muss Schritt für Schritt geschehen. Man kann die Welt nicht von einem Tag auf den anderen umkrempeln. Das ist unmöglich."

Fotoquelle: xpb.cc

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