Laut Formel-1-Chef Bernie Ecclestone kommt eine "Piratenserie" nicht in Frage...

Formel 1 2009

— 10.06.2009

Ecclestone glaubt nicht an "Piratenserie"

Bernie Ecclestone weiß um den Aufbau einer Rennserie bestens Bescheid und traut den Teams nicht zu, eigene Wege ohne die Formel 1 zu gehen

Noch ist keine Einigung in Sicht: Automobil-Weltverband FIA und Teamvereinigung FOTA liegen weiterhin im Clinch - Streitpunkt ist nach wie vor das von der FIA für die kommende Saison vorgeschlagene Reglement. Schon seit einigen Jahren spukt das Gespenst einer "Piratenserie" durch das Fahrerlager der Formel 1, galt in den vergangenen Saisons aber als ausgetrieben. Nun ist es wieder einmal aufgetaucht, doch Strippenzieher Bernie Ecclestone rechnet nicht mit einer Parallelserie.

Der britische Formel-1-Zampano hat das Fundament seiner Rennserie auf derart solide Beine gestellt, dass die Teams sich wohl schwer tun würden, ein eigenes Projekt ins Leben zu rufen. "Sollten sie tatsächlich ihre eigene Serie gründen - ich gehe nicht davon aus, dass sie das könnten -, dann würden sie auf vielerlei Probleme stoßen", sagte Ecclestone gegenüber dem 'Daily Express' und stellte den Teams in Aussicht, dass er im Falle eines Falles die Interessen der Formel 1 zu schützen weiß.

"Abgesehen von meinen Verträgen mit den Teams würden wir es als überaus ernste Angelegenheit werten, wenn sie zu einigen vertraglich an uns gebunden Personen, Unternehmen oder Fernsehanstalten gehen würden", meinte Ecclestone. "Das wäre dann Veranlassung zum Vertragsbruch. Das mache ich selbst ja auch nicht, also würde ich in diesem Fall gewiss nicht daneben stehen und es geschehen lassen. So ein Vorhaben könnte leicht hunderte Millionen Pfund kosten - wer weiß schon, wie viel?"

"Ich bin mir nicht sicher, ob die Vorstandsgremien von Teams wie Toyota oder BMW mit einem solchen Schritt einverstanden wären und das Scheckbuch zücken würden, wo es allen doch gerade darum geht, die Kosten in der Formel 1 zu senken - und dann ginge es dabei um eine Serie, die nicht die Formel-1-Weltmeisterschaft der FIA ist", erklärte der Brite und fügte an: "Es kostet unglaublich viel Geld, eine Rennserie ins Leben zu rufen. Im Augenblick bekommen die Teams die Veranstaltungen umsonst serviert."

"Sie kommen an mit all den Sponsorennamen und dem Geld, fahren vor einer großen Fernsehkulisse, die ich durch unsere Verträge versorge. Das Geld geht wiederum zurück an die Teams und sie geben es aus. Das wäre anders, wenn sie für alle Veranstaltungen und die Rennleitung aufkommen und noch dazu geeignete Fernsehanstalten finden müssten", gab Ecclestone zu Protokoll und merkte nicht ohne eine gewisse Portion Stolz an: "Wir haben nun einmal die Besten - und promoten das auch."

Der 78-Jährige rechnet auch nicht mit Pilotenfluktuation: "Die Fahrer wollen die Formel-1-Weltmeisterschaft der FIA gewinnen. Andernfalls würden einige von ihnen vielleicht mehr Geld verdienen und einen Titel holen, der weniger wert ist", sagte Ecclestone und knallte den Rennställen abschließend noch eins vor den Latz: "Die Teams hatten 1998 die Chance, das Concorde Agreement zu unterschreiben. Das hätte sie vor Max' technischen Regeländerungen bewahrt. Sie haben abgelehnt..."

Fotoquelle: xpb.cc

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