Seine größten Erfolge erzielte der legendäre Jim Clark in einem Lotus

Formel 1 2009

— 11.06.2009

Hersteller Lotus erteilt Team Lotus eine Abfuhr

Team Lotus alias Litespeed hat jüngst bekannt gegeben, in die Formel 1 einsteigen zu wollen, der Autohersteller Lotus will dieses Vorhaben jedoch vereiteln

Die in Norfolk (Großbritannien) stationierte Formel-3-Mannschaft Litespeed von Nino Judge und Steve Kenchington hat sich um eine Teilnahme an der Formel-1-Weltmeisterschaft ab 2010 beworben. Der Clou an der Sache: Die beiden Gründer des Teams wollen unter dem Namen "Team Lotus" antreten. Langjährige Rennsportenthusiasten mögen dabei zwar mit der Zunge schnalzen, doch ganz so einfach wird sich dieses Vorhaben nicht gestalten.

Zwar haben sich Judge und Kenchington, ihres Zeichens Ex-Ingenieure des 1994 aus der Formel 1 verschwundenen legendären Rennstalls, zu diesem Zweck die Namensrechte vom bisherigen Inhaber David Hunt gesichert, doch es gibt noch den Sportwagenhersteller Lotus, jenes Unternehmen, welches 1952 von Colin Chapman gegründet worden war.

Die untergegangene Rennschmiede Lotus und der Autohersteller Lotus Cars gehörten zu selben Unternehmensgruppe Lotus Group, beide haben das gleiche Firmenlogo. Den Eigentümern von Lotus Cars schmeckt es offenbar gar nicht, dass ein kleines Formel-3-Team in der Formel 1 die grüne Lotus-Flagge schwenken will; folgendes Statement wurde herausgegeben:

"Group Lotus plc und die zugehörige Tochtergesellschaft Lotus Cars Limited, Hersteller des legendären Lotus Elise und globaler Hightech-Lösungen unterhalten keinerlei Verbindungen oder Beziehungen zu 'Team Lotus', welches sich jüngst um eine Teilnahme an der Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 beworben hat."

Judge und Kenchington droht Ärger: "Group Lotus plc wird alle Schritte veranlassen, um seinen Namen, seine Reputation und sein Markenimage zu schützen." Die Brabham-Familie hat jüngst eine ähnliche Erklärung herausgegeben, als Formtech Pläne veröffentlichte, unter dem Namen Brabham in der Formel 1 fahren zu wollen. Ganz so einfach lassen sich untergegangene Riesen nicht wieder zum Leben erwecken.

Fotoquelle: Ford

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