Bei McLaren stand Heikki Kovalainen bislang oft im Abseits

Formel 1 2009

— 11.06.2009

Der Druck auf Kovalainen wächst

Heikki Kovalainen konnte auch 2009 bislang keine entscheidende Schippe drauflegen und hat mit Nico Rosberg einen möglichen Nachfolger im Nacken

Die Gerüchte um Heikki Kovalainen wollen nicht verstummen. Der Finne, der 2007 bei Renault ein beeindruckendes Debüt hingelegt hat, konnte in seiner McLaren-Zeit bislang nie so richtig überzeugen und stand stets im Schatten seines Teamkollegen Lewis Hamilton. Zwar kann man ihm zugute halten, dass der 27-Jährige bislang praktisch fast immer alleine die Last aller technischen Defekte der Silberpfeile trug, doch abgesehen davon ist er hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

2008 reichte es zu gerade mal zu zwei Podestplätzen und einem Sieg in Ungarn, während sich sein Teamkollege mit dem gleichen Wagen den Titel sichern konnte. Der einzige Triumph ist seinerseits wiederum nur dadurch möglich geworden, nachdem die damals führenden Titelrivalen Felipe Massa und Hamilton nach technischen Gebrechen die Spitze räumen mussten. Im verregneten Monza hatte Kovalainen gegen den Toro Rosso von Sebastian Vettel keine Chance.

Die neue Saison begann für den in Suomussalmi geborenen Rennfahrer mit weiteren Kollisionen und Defekten. Der aktuelle Silberpfeil ist zwar nur noch ein Schatten seines meisterlichen Vorgängers, doch am Gesamtbild von Kovalainens Leistungen hat sich nicht viel geändert. "Die Formel 1 ist ein harter Wettbewerb. Heikki weiß, dass es nur nach Leistung geht. Wir schauen auf jede Zielankunft und auf jedes Zehntel", wird Mercedes-Sportchef Norbert Haug von der 'auto motor und sport' zitiert.

Doch Kovalainens Leistungen sind gegenwärtig die geringste Sorge der Silberpfeile, der MP4-24 muss schleunigst erst wieder siegfähig gemacht werden, bevor man sich den Kopf über weitere Schritte zerbricht. Auf eine Fahrerdiskussion will sich Haug nicht einlassen: "Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal darauf, das Auto schneller zu machen. Das ist das größte Problem."

Rosberg hat alle Trümpfe in der Hand

Noch ist zwar keine Entscheidung gefallen, doch immer häufiger wird ein Name mit McLaren in Verbindung gebracht: Nico Rosberg. "Ich kannte Nico schon als kleinen Jungen", erläutert Haug die lange Beziehung zur Familie Rosberg. Zwar wollte der Mercedes-Sportchef keine Verhandlungen mit dem Sohn des Weltmeisters von 1982 bestätigen, doch selbst nach einigen Jahren in schwachen Williams gilt Rosberg nach wie vor als eines der größten Talente der Szene.

Er hat einen klangvollen Namen, ist marketingtechnisch der personifizierte Traum eines jeden Teamchefs und hat noch einen Vorteil auf seiner Seite: "Wir hatten uns in der Vergangenheit schon um Nick Heidfeld und Sebastian Vettel bemüht. Allerdings haben sie sich anders entschieden", erläutert Haug den Wunsch von Mercedes, endlich einen deutschen Fahrer bei den Silberpfeilen zu haben. Bezüglich Heidfeld muss man aber sagen, dass sich Mercedes 2001 gegen Heidfeld und für Kimi Räikkönen entschieden hatte.

Und noch eine Tatsache könnte Rosberg in die Karten spielen: Sein Vertrag läuft nach der Saison aus. "Nico ist schon mehrmals durch gute Leistung aufgefallen. Jedes Team, das einen Fahrer sucht, sollte ihn auf der Liste haben", weiß Haug. Nun bleibt die Frage, ob McLaren einen Fahrer sucht. Kovalainen wird sich kräftig ins Zeug legen müssen, um noch eine Chance auf eine silberne Zukunft zu haben.

Fotoquelle: xpb.cc

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