Endlich kommt Bewegung in die Sache: Max Mosley die Teams verhandeln wieder

Formel 1 2009

— 11.06.2009

FOTA trifft Mosley: Rettung in letzter Sekunde?

Einen Tag vor Veröffentlichung der FIA-Teilnehmerliste für 2010 könnte die Wende erfolgen: Annäherung zwischen FOTA und Max Mosley

Nach dem andauernden kalten Krieg zwischen FIA und Teamvereinigung FOTA gibt es einen ersten kleinen Erfolg zu vermelden: Man spricht wieder miteinander! Max Mosley hat sich heute mit Vertretern jener Rennställe getroffen, die sich nur unter Bedingungen für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 eingeschrieben hatten. Sollten die Differenzen nicht in letzter Sekunde ausgeräumt werden, stünden Ferrari, Toyota und Co. am Freitag nicht auf der Nennliste für das kommende Jahr.

Nach Informationen von 'Autosport' soll Mosley tatsächlich von seiner harten Linie abgewichen sein. Der FIA-Chef soll zu Zugeständnissen bereit sein. Von einem zweigleisigen Reglement hatte sich Mosley schon länger verabschiedet, es bleibt der Streit um eine Budgetgrenze und um ein neues Concorde-Agreement, welches der Formel 1 Stabilität für die Zukunft bieten soll.

In einem Brief an FOTA-Präsident Luca di Montezemolo hatte Mosley geschrieben, dass er bereit sei, die technischen Vorteile für Budgetlimit-Teams aus dem Reglement zu streichen. "Stattdessen sollte dann ein Know-how-Transfer zwischen den bestehenden Teams und den neuen Rennställen etabliert werden, der mindestens 2010, vielleicht aber auch noch 2011 stattfindet." Kurios an der Sache: Mosley verkauft dort eine FOTA-Idee als FIA-Vorschlag, denn ein solches Ansinnen war zuvor von den Teams ins Spiel gebracht worden.

Der FIA-Chef möchte im heftigen Streit der vergangenen Monate sein Gesicht wahren. Daher verkauft er seine Vorschläge bezüglich des Reglements als Zugeständnis an die FOTA und stellt ebenso in Aussicht, dass man schnell ein Concorde-Agreement unterzeichnen könnte. Auf der anderen Seite bleibt Mosley hart: Von seiner Budgetgrenze rückt er im Grundsatz nicht ab. Allerdings bedient er sich erneut einer FOTA-Idee: 100 Millionen Euro im Jahr 2010, erst ab 2011 die ursprünglich anvisierten 45 Millionen Euro.

Auch in einem weiteren Detail scheint Mosley nun einlenken zu wollen. Jedes Team soll das Gehalt eines teuren Mitarbeiters aus der Budgetlimit-Rechnung herausnehmen können. Diese "Lex Newey" ermöglicht es den Teams, das Gehalt von zum Beispiel Stardesigner Adrian Newey bei Red Bull, gesondert abzurechnen. Sollte der Kompromiss tatsächlich nach dem Mosley-Vorschlag gefunden werden, bliebe noch ein Problem. Man müsste einen neuen Namen für das Budgetlimit finden, denn die FOTA-Teams hatten stets betont, dass sie ein solches Szenario nicht mittragen. Man müsste das Thema in der Öffentlichkeit kaschieren.

Fotoquelle: xpb.cc

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