FIA-Präsident Max Mosley saß heute lange mit FOTA-Vertretern zusammen

Formel 1 2009

— 11.06.2009

FIA vs. FOTA: Noch ist der Rauch nicht weiß...

Über vier Stunden saßen Max Mosley und vier FOTA-Teamchefs heute zusammen, doch noch können weder eine Einigung noch ein endgültiger Bruch vermeldet werden

Aus verbleibenden Tagen sind verbleibende Stunden geworden: Noch vor morgen Mittag will die FIA die Liste der Teams veröffentlichen, die für 2010 eine Lizenz bekommen. Bei einem Last-Minute-Treffen heute versuchten FIA-Präsident Max Mosley und Vertreter der Teamvereinigung FOTA, sich wieder anzunähern und zu einer Einigung im Streit um das Reglement und das Budgetlimit zu finden.

Bisher wurden keine Ergebnisse dieses Treffens bekannt, umso spannender ist die Frage, wer morgen auf der Liste steht und wer nicht. Mosley traf sich heute über vier Stunden lang mit Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali, Brawn-Chef Ross Brawn, Red-Bull-Teamchef Christian Horner und Toyota-Teamchef John Howett. Dabei ist es offenbar noch nicht zu einer endgültigen Einigung - allerdings auch noch nicht zum endgültigen Bruch.

Laut 'Autosport' verglich ein Insider die Situation mit der Papstwahl im Vatikan. Dort wird der Menschenmenge auf dem Petersplatz mit weißem Rauch signalisiert, wenn eine Entscheidung getroffen und ein Papst gewählt wurde. Heute Abend sei der Rauch grau, wurde der Insider zitiert.

Details über das Gespräch wollte ein FIA-Sprecher noch nicht verraten. Zuvor erklärte Mosley in einem Brief an Luca di Montezemolo, Präsident von Ferrari und der Teamvereinigung FOTA, allerdings die Bereitschaft der FIA, das Concorde Agreement bis 2012 unterschreiben und dabei "in großen Teilen" die Bedingungen der Teams annehmen zu wollen. Gemunkelt wird inzwischen auch darüber, dass die FOTA-Teams eine provisorische Lizenz bekommen, solange man nicht zu einer Einigung in Sachen Kostenreduzierung findet.

Unterdessen gibt man seitens der FOTA weiter zu verstehen, dass man in der Formel 1 ist nicht das einzig Wahre sieht. Ferrari betont weiter, dass man nur dann in der Formel 1 fährt, wenn man mit dem Reglement einverstanden ist. Und in einer Pressemitteilung ließ Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo heute durchblicken, dass auch die 24 Stunden von Le Mans für sein Unternehmen durchaus reizvoll sind. Bei den Le-Mans-Veranstaltern und in der Sportwagenszene macht man sich jedenfalls große Hoffnungen darauf, von der Krise der Formel 1 zu profitieren und die Hersteller zu sich zu locken.

Di Montezemolo wird den Langstreckenklassiker am Samstag starten und reist mit Teamchef Domenicali an die Sarthe. "Ich freue mich sehr, dass ich ein Rennen starten darf, das Motorsportgeschichte geschrieben und eine so enge Verbindung zu Ferrari hat", so Montezemolo. "Unsere Scuderia hat auf dieser Strecke unvergessliche Erfolge eingefahren. Die 24 Stunden von Le Mans stehen für hochtechnologischen Wettbewerb und wir haben sie immer mit großer Aufmerksamkeit verfolgt."

Fotoquelle: xpb.cc

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