Alexander Wurz und Superfund sind zunächst in der Warteschleife

Formel 1 2009

— 12.06.2009

Abgewiesene Bewerber hoffen weiter

Zumindest noch bis zum 19. Juni dürfen sich auch jene Bewerber Hoffnungen machen, die nicht auf der aktuellen Nennliste für 2010 aufscheinen

Neben den zehn bestehenden Formel-1-Teams hat die FIA Campos, Manor und US F1 in die offizielle Nennliste für die Weltmeisterschaft 2010 aufgenommen. Damit sind mehrere Projekte durch den Rost gefallen, die sich im Vorfeld große Chancen auf einen Startplatz ausgerechnet hatten - allen voran das Prodrive-Team von David Richards.

Ex-Benetton- und -BAR-Teamchef Richards hatte schon vor einigen Jahren den Zuschlag für einen Formel-1-Startplatz erhalten, damals gegen eine Vielzahl an Bewerbern. Doch diesmal zog der Brite den Kürzeren: "Wir sind natürlich enttäuscht über die Entscheidung der FIA, Prodrive nicht auf die Nennliste für 2010 aufzunehmen, denn wir sind der Meinung, dass wir die Ressourcen und die Aufstellung haben, um in der Formel 1 konkurrenzfähig zu sein und einen positiven Beitrag in diesem Sport zu leisten", so Richards.

Wie praktisch alle aussortierten Bewerber will auch Richards abwarten, "wie sich die Dinge in der nächsten Woche entwickeln", schließlich sind die unter Bedingungen eingeschriebenen FOTA-Teams vorerst nur auf provisorischer Basis akzeptiert. Richards rechnet sich jedenfalls noch Chancen aus: "Wie wir in der Vergangenheit erlebt haben, gibt es in der Formel 1 ziemlich oft noch unerwartete Wendungen."

Innerhalb der FIA gibt es offenbar eine Liste mit mehreren Teams, die zwar noch nicht auf der offiziellen Nennliste aufscheinen, aber aufgenommen werden könnten, sollte es tatsächlich zu einem Bruch mit den FOTA-Teams oder zu anderen Ausstiegen kommen. Auf dieser Ersatzliste stehen offenbar auch Lotus und das Superfund-Projekt um Alexander Wurz.

Bei Lotus zeigte man sich "enttäuscht" über die heutige Ablehnung, "aber wir bleiben in engem Kontakt mit der FIA, um sicherzustellen, dass wir zu den Ersatzkandidaten gehören, sollten in den nächsten sieben Tagen noch Plätze frei werden. Unser Team fühlt sich dem Motorsport leidenschaftlich verbunden und wir werden unsere Formel-1-Ambitionen nicht wegen dieser kurzzeitigen Enttäuschung begraben."

Superfund-Teamchef Wurz, derzeit in Le Mans, sagte zu 'Autosport': "Die FIA hat das Team Superfund darum gebeten, sich als Ersatzteam bereit zu halten. Wir bleiben in Kontakt und dann wird bis 19. Juni eine Entscheidung fallen." Er selbst leide nicht an Beschäftigungsmangel, schließlich steht er als Fahrer bei Peugeot und Brawn unter Vertrag und zusätzlich betreibt er eine Firma, die sich für Verkehrssicherheit einsetzt.

Groß ist die Enttäuschung heute bei Lola, denn das Unternehmen von Martin Birrane hatte sich als einer der ersten Interessenten gemeldet und wurde auch zum Kreis der Favoriten auf einen Startplatz gezählt. Aber auch Lola klammert sich an den letzten Strohhalm: "Es gibt fünf Bewerber, die so gut ausgestattet sind wie wir. Mal sehen, was passiert. Man hat uns auch schon gesagt, heute sei der letzte Tag", meinte Birrane frustriert.

Fotoquelle: xpb.cc

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