Luca di Montezemolo: Hat Ferrari Fernando Alonso fest im Blick?

Formel 1 2009

— 14.06.2009

Montezemolo: Wir waren doch nicht besoffen...

Luca di Montezemolo ist überzeugt, das ungenau formulierte Regelwerk für 2009 habe Ferrari den Rückstand eingehandelt - neue Giftpfeile gegen die FIA

2008 kämpften Ferrari und McLaren noch um den ersten Platz und BMW lag dicht dahinter in Lauerstellung. Dieses Jahr kämpfen Ferrari und McLaren um den zehnten Platz und BMW liegt dicht dahinter in Lauerstellung. Die Formel 1 steht Kopf. Was ist geschehen? Geht es nach Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, ist daran das neue Regelwerk schuld.

Womit der Italiener nicht völlig unrecht hat: "Das alles ist passiert, weil wir vergangenes Jahr auf ein sehr schwammiges Regelwerk zugesteuert sind, dessen unterschiedliche Interpretation der Teams, sagen wir, sehr unvorhersehbar war", erklärte der Italiener am Rande der 24 Stunden von Le Mans.

Der Italiener spielt damit auf den Doppeldiffusor an. Diese Lücke im Regelwerk gilt mitunter ein Grund dafür, dass die Outsider der vergangenen Jahre plötzlich die WM-Krone unter sich ausmachen und den Alteingesessenen das Nachsehen bleibt.

Montezemolo: Kein Zufall, dass alle Top-Teams betroffen sind

"Es ist recht verwunderlich, dass genau die Teams, welche zuletzt die Titel in der Formel 1 geholt haben, nämlich McLaren und Renault, die Regeln genau identisch interpretiert haben", fuhr der Ferrari-Präsident fort. "Es gibt also nur zwei mögliche Erklärungen: Entweder, wir sind alle bei der Konstruktion unserer neuen Wagen plötzlich völlig besoffen gewesen oder die Regeln sind nicht klar definiert worden."

"Ich kann nur sagen, dass Ersteres nicht stimmen kann, weil bis jetzt zumindest nicht betrunken waren." Damit verschießt Montezemolo einen neuerlichen Giftpfeil in Richtung Mosley und FIA, welche die Regeln nicht eindeutig definiert haben sollen.

Zum Teil sind die genannten Top-Teams aber auch selbst schuld, nachdem sie zu Beginn viele Ressourcen in Richtung KERS gepumpt haben, welches auf Freiwilligenbasis eingesetzt werden durfte und welches sich aufgrund seiner ungünstigen Schwerpunktslage und seines hohen Gewichts im Saisonverlauf als recht ungeliebtes Kind entpuppt hat. Nur allzu bereitwillig haben es die Mitglieder der FOTA für 2010 wieder verbannt.

Magere Zeiten steigern die Lust auf neue Siege

Ferrari, McLaren und Co. haben schlicht auf das falsche Pferd gesetzt. Doch die ungewohnte Umgebung des Mittelfeldes hat laut Montezemolo auch ihr Gutes: "Wir sind nun, nachdem wir in den vergangenen zehn Jahren acht Titel holen konnten, gemeinsam mit einigen anderen Teams nicht in der Lage, die Meisterschaft gewinnen zu können."

"Manchmal ist es aber wichtig, hungrig zu sein, weil wenn man zuviel isst, dann lernt man die wahre Bedeutung des Wortes Hunger niemals kennen. Manchmal fühlt sich der Hunger im Leben also richtig gut an und wenn man dann wieder isst, erkennt man, wie wichtig dieses Essen ist. Nach zehn Jahren ist es wichtig, sich das wieder zu vergegenwärtigen."

Fotoquelle: xpb.cc

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