Die FOTA-Vertreter bereiten sich auf eine anstrengende Woche vor

Formel 1 2009

— 15.06.2009

FOTA und die nächsten Schritte

In London beraten die FOTA-Teams über die nächsten Züge im Formel-1-Streit, um für weitere Treffen mit dem FIA-Präsidenten Max Mosley gut vorbereitet zu sein

Die Hoffnung, dass sich bis zur Vermeldung des Formel-1-Starterfeldes 2010 alle Probleme in Lösungen verwandelt haben, erfüllte sich nicht. Doch es gab nicht nur keine Einigung in letzter Sekunde, die Auflistung für 2010 enthielt neuen Zündstoff, denn einige FOTA-Teams standen plötzlich als "abtrünnig" da, denn ihr Einschreibungen sollen bedingungslos erfolgt sein.

Die Aktionen der FOTA kamen danach in drei Schritten: Zunächst stellte man klar, dass man - bis auf Force India und Williams, die beide schon vorher ohne weitere Bedingungen genannt hatten - weiterhin eine vereinte FOTA sei. Gleichzeitig schrieb man an FIA-Senat und den Motorsport-Weltrat, um diese Instanzen über die Vorgänge und die eigenen Absichten zu unterrichten - wobei man mit Kritik an FIA-Präsident Max Mosley nicht sparte.

"Showdown" am Freitag?

In Le Mans schlug Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo auch medial auf den Tisch, indem er der dort anwesenden Presse harte Sätze in die Notizbücher diktierte. "In ein paar Jahren wird das Problem mit der Formel 1 gelöst sein. Entweder dahin gehend, dass die FIA verantwortungsbewusst und vernünftig sein wird, das wäre unser Wunschszenario oder, wie es in anderen Sportarten geschieht, indem wir unsere eigene Meisterschaft austragen", erklärte er.

An die Problemlösung soll es heute auch in London gehen. Dort soll es zu einem erneuten Treffen der FOTA-Teams kommen, um über die weiteren Schritte zu beraten. Bis zum 19. Juni steht eine Frist der FIA, die Bedingungen an die Nennungen zu kippen. Die Gefahr, dass sich beide Lager endgültig spalten, ist so gegenwärtig wie zuvor.

"Wir wissen, dass wir in der Formel 1 Kosten sparen müssen und wir sind froh über neue Teams - aber doch nicht so", erklärte Renault-Teamchef Flavio Briatore in der 'Sunday Times'. Fraglich ist hingegen, wer sich strategisch besser aufgestellt hat. Im Lager der FOTA-Teams jedenfalls ist man siegessicher.

Ferrari mit Le-Mans-Rückkehr

Gegenüber vorherigen Streits in der Formel 1 sei man nun in einer anderen Lage gegenüber der Mosley. "Der Unterschied nun ist, dass alle großen Teams vereint Mosley gegenüberstehen", zitierte die 'Times' eine nicht genannte Quelle. "Die sonstige Taktik der Spaltung hat nicht funktioniert."

Jedoch spielt bei allen Überlegungen eine Rolle, inwieweit man sich ohne Formel 1 besser positionieren kann. Eine neue, eigene Rennserie muss nicht notwendigerweise ein Erfolg werden - oder gar machbar sein. Gerade für Ferrari käme auch eine werkseitige Rückkehr nach Le Mans in Frage.

"Wenn wir nicht mehr in der Formel 1 fahren können, dann wäre das ganz klar eine Möglichkeit", erklärte Montezemolo. Kimi Räikkönen und Felipe Massa könnten dann die 24 Stunden in Rot bestreiten. "Sie würden das gut machen", erklärte er in der 'La Stampa'. "Dazu hätte ich gern noch ein paar alte Bekannte: Jean Alesi und Michael Schumacher."

Fotoquelle: FOTA

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