Die FIA möchte die derzeitige Situation auch öffentlich erklären

Formel 1 2009

— 15.06.2009

FIA erstaunt: Nichts beschlossen?

Die FIA reagierte verzögert und harsch auf die neuen FOTA-Attacken: Beim bisher letzten Treffen seien sehr wohl große Fortschritte erzielt worden

Einen Tag vor der Herausgabe der Liste der für 2010 gemeldeten Formel-1-Teams kam es am vergangenen Donnerstag noch einmal zu einem Treffen zwischen der FIA und den Vertretern der acht in der FOTA gebundenen Teams. Dies ist bekannt. Was genau bei diesem Termin geschah, aber nicht.

Die Reaktionen einiger FOTA-Teams am Freitag ließ nichts Gutes vermuten. Man wehrte sich gegen die Zusammenstellung der Liste, auf der einige FOTA-Rennställe nun plötzlich als Teams firmierten, die ohne Bedingungen für 2010 genannt hatten. In den Aussagen begann eine neue Schlammschlacht.

In Le Mans stellte sich auch Ferrari-Präsident vor die Mikrofone und hatte wenig Gutes über die FIA und der Verhandlungen zu berichten. Zudem wurde ein Brief publik, den die FOTA an FIA-Senat und Motorsport-Weltrat schickte, um ihre Sicht der Dinge über die Verhandlungen und über den FIA-Präsidenten Max Mosley dazulegen.

Nun wurde der FIA das Treiben offenbar zu bunt. Man veröffentlichte im Groben das, was am Donnerstag mit den FOTA-Vertretern beschlossen wurde. Denn fruchtlos soll das Treffen keineswegs gewesen sein. "Die FIA zeigt sich überrascht, dass einige FOTA-Mitglieder, die nicht beim Treffen waren, fälschlicherweise behaupten, dass keine Übereinkunft getroffen wurde und das Treffen Zeitverschwendung war", heißt es in einer Pressemitteilung.

"Es gibt in der FOTA ein offensichtliches Element, das entschlossen ist, alle Abmachungen zu verhindern, egal, welcher Schaden dabei für den Sport entstehen könnte", heißt es weiter. Man werde in Kürze Details bekannt geben, wie der Stand mit der FOTA sei.

Doch schon die kurze Auflistung der Vorschläge vom Donnerstag liest sich nicht so, als wäre beim Treffen nur Tee gereicht worden - ganz offensichtlich kamen sich beide Seiten näher, wenn die FIA-Darstellung auch exakt so zutrifft.

Beim Treffen waren Ross Brawn (Brawn GP), Stefano Domenicali (Teamchef Ferrari), Christian Horner (Teamchef Red Bull), John Howett (Teampräsident Toyota) und Simone Perillo (FOTA) anwesend.

Bei grundlegenden Sachen soll Einigkeit bestanden haben, so bei der Notwendigkeit für neue Teams. "Eine Einigung gab es bei den Technischen Regeln für 2010, die auch Hilfe der derzeitigen Teams für die neuen Rennställe auf einigen Gebieten bietet", heißt es in der Mitteilung. "Es zeigte sich auch, dass die Ziele der FIA und der FOTA bei der Kostensenkung nun eng beisammen sind. Finanzexperten beider Seiten sollen sich schnellstmöglich treffen, um die Details zu besprechen."

Auch bei einem Hauptpunkt, einem neuen Concorde-Agreement, nährten sich beide wohl an. "Von der FIA wurde vorgeschlagen, das Concorde-Agreement von 1998 bis 2014 auszudehnen, um vorhandene Probleme in der Führung und Stabilität auszuschalten und langwierige Verhandlungen zu vermeiden", heißt es weiter. "Von den Anwesenden wurde das gut aufgenommen, der Vorschlag sollte den anderen FOTA-Mitgliedern unterbreitet werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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