2009 wird noch gefahren, wenn auch nicht immer vorsichtig, dann ruft Donington

Formel 1 2009

— 16.06.2009

Silverstone: Helden, Krach und Tragödien

Vor dem 43. und vorerst letztem Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft in Silverstone schweifen die Erinnerungen einiger Formel-1-Größen zurück

Silverstone wird 2009 wohl zum vorerst letzten Mal die Formel 1 begrüßen. Ab dem kommenden Jahr soll der Tross nach Donington reisen, auch wenn dort derzeit noch kleine Fragezeichen hinter der Renndurchführung stehen. Die Abgesänge auf Silverstone beginnen ungeachtet dessen. Und nach Jahrzehnten Formel 1 in Silverstone gibt es viele Geschichten.

Bei Lewis Hamilton überwiegen die Eindrücke aus dem Vorjahr, als er im Regen das Rennen gewann. "Und an das Qualifying im Jahr davor", erklärte er gegenüber 'PA Sport'. "Ich hatte noch nie ein so unglaubliches Gefühl. Ich konnte die Menge sehen und hören. Das Rennen im Vorjahr war das erfüllendste meines ganzen Lebens. Die Menge der Unterstützung war einfach ganz besonders."

Damon Hill, der 1994 in Silverstone gewann, erinnerte sich auch an länger zurückliegende Ereignisse, zum Beispiel an Keke Rosbergs schnellste Qualifyingrunde 1985. "Ich stand ausgangs Abbey. Man konnte da noch direkt an der Begrenzung stehen. Er fuhr vorbei und es war sehr beeindruckend", erklärte er. Auch an Ayrton Senna erinnerte er, "wie er 1992 mit dem McLaren-Honda V12 die Bridge anfährt".

David Coulthard gewann gar zweimal in Silverstone. "Das ist ganz klar der beste Moment", erklärte der Schotte. "Die schönste frühe Erfahrung stammt von 1990. Ich stehe in der Stowe und aus dem morgendlichen Nebel schreit ein Ferrari V12-Motor. Raus aus Maggotts, durch Becketts und auf die Hangar-Geraden. Man konnte es erst hören, dann sehen. Der V12 ist ein so wunderschön klingelnder Motor."

Weit zurück reichen die Erinnerungen von Martin Brundle. "Ich erinnere mich, wie ich als Kind auf dem Wall in Copse stehe und Jim Clark und Jackie Stewart zusehe, erst in der Formel 3, dann in der Formel 1", so der Engländer, der auch an den Priester Neil Horan erinnerte, der 2003 die Strecke stürmte.

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh erinnerte daran, dass auch negative Erlebnisse sich einbrennen können. "1992 ging Ayrton Senna auf Rang vier liegend das Benzin aus. In der Club-Kurve rollte er aus. Das war eine sehr demoralisierende Zeit", erklärte er.

Auch Niki Lauda sprang zuerst ein älteres Erlebnis ins Gedächtnis: "Der Unfall in der Woodcote in der ersten Runde 1973", so der Österreicher. "Neun Autos wurden aus dem Rennen gerissen, darunter war auch mein Teamkollege Jean-Pierre Beltoise. Wir fuhren beide für BRM. Bei mir brach beim Start die Antriebswelle."

Weil Lauda beim zweiten Start unbedingt fahren wollte, "baute das Team die Antriebswelle aus seinem Auto in meines ein", fuhr er fort. Ein Erfolg war das Rennen indes nicht. "Ich wurde Zwölfter, mit vier Runden Rückstand. Aber es ist dennoch meine beste Erinnerung, weil die Abfolge der Dinge so außergewöhnlich war."

Fotoquelle: xpb.cc

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