Luca di Montezemolo bleibt bei seiner ablehnenden Haltung zum Reglement

Formel 1 2009

— 16.06.2009

Montezemolo: "Polemik bringt nichts"

Luca di Montezemolo bleibt dabei, dass Ferrari unter dem geplanten Reglement nicht antreten wird - "Warum will man die Formel 1 zerstören?"

In der Formel 1 ist der Krieg der Worte endgültig entbrannt. In drei Tagen läuft die neue Frist aus, die die FIA der Teamvereinigung FOTA gesetzt hat, um zu einer Einigung zu finden. Das gestrige Treffen von Finanzexperten beider Seiten blieb ergebnislos, stattdessen bombardieren sich die strittigen Parteien gegenseitig in Statements mit Vorwürfen. Eigentlich sind sich beide im Grundsatz einig, dass die Kosten gesenkt werden sollen. Doch einen Weg zu einem gemeinsamen "Wie" zu finden, scheint für die Verantwortlichen in der Formel 1 äußerst schwer zu sein.

Beobachter gehen längst davon aus, dass es eigentlich gar nicht mehr um die Sache selbst (das Budgetlimit) geht, sondern um einen Machtkampf, im Speziellen zwischen dem FOTA-Vorsitzenden und Ferrari-Präsidenten Luca di Montezemolo und FIA-Präsident Max Mosley. Die FIA schoss gestern in einem Pressestatement gegen die FOTA mit den Worten: "Es gibt in der FOTA ein offensichtliches Element, das entschlossen ist, alle Abmachungen zu verhindern, egal, welcher Schaden dabei für den Sport entstehen könnte."

Ein Name wurde nicht genannt, doch viele munkeln, dass Montezemolo damit gemeint sein könnte. Denn das Statement folgte zeitlich auf Äußerungen Montezemolos beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, in denen er den Langstreckenklassiker als reizvolle Alternative zur Formel 1 bezeichnete. Zudem berichtete Montezemolo in Le Mans nicht viel Gutes über die FIA und die Verhandlungen.

Heute folgte der Konter Montezemolos. Er bekräftigte erneut, dass Ferrari nicht unter dem für 2010 geplanten Reglement antreten wird: "Unser Vorstand hat im Mai entschieden, wie wir dazu stehen und daran hat sich nichts geändert. Es ist sinnlos, mit dieser Polemik weiterzumachen. Jeder wird seine eigenen Entscheidungen treffen", wurde der Ferrari-Präsident von der 'Gazzetta dello Sport' zitiert. Und er fügte an: "Wir wissen nicht, warum es dieses Bestreben gibt, die Formel 1 zu zerstören."

Montezemolo schaltet auf stur und die FIA auch. Nachdem es gestern zu keiner Einigung kam, bleibt es beim für 2010 geplanten Reglement mit dem vorgesehenen Budgetlimit. Das teilte der Automobilweltverband heute mit. Zudem warf die FIA der FOTA vor, sie wolle in der Formel 1 die Macht und vor allem die Kontrolle über die kommerziellen Rechte übernehmen. Es bleibt abzuwarten, wer die nächste Attacke startet - oder ob man sich hinter den Kulissen doch noch bis zum Freitag einigen kann.

Fotoquelle: xpb.cc

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