Max Mosley lässt sich nicht auf alle Forderungen der FOTA-Teams ein

Formel 1 2009

— 17.06.2009

Mosley reagiert auf Angebot der FOTA

Zumindest teilweise zeigt sich der FIA-Präsident kompromissbereit, aber nicht ohne Bedingungen - Teams sollen per Brief für 2010 nennen

Gestern wandte sich die Teamvereinigung FOTA brieflich an FIA-Präsident Max Mosley und Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone. Inhalt des Schreibens waren einige Kompromissvorschläge, die als finales Angebot verstanden werden sollten. Nun liegt Mosleys Reaktion vor. Der Brite scheint einzulenken - aber nur teilweise.

Was den Dreh- und Angelpunkt der Regelgebung angeht, so kann sich Mosley vorstellen, zu den Vereinbarungen des Concorde-Agreements von 1998 zurückzukehren, wie das die FOTA vorgeschlagen hat. Allerdings seien selbst im Falle einer Einigung in diesem Punkt keine postwendenden Regeländerungen des derzeit für 2010 beschlossenen Reglements möglich, weil dann erst einmal alle Instanzen durchgelaufen werden müssten.

Das würde bei der Sportlichen beziehungsweise Technischen Arbeitsgruppe beginnen und über die Formel-1-Kommission beim Motorsport-Weltrat der FIA enden. Mosleys Vorschlag: Die Teams sollen sich zunächst bis spätestens Freitag ohne Bedingungen für 2010 einschreiben, dann könne man im Zuge des veränderten Regelgebungsprozesses noch einmal über alles reden. Doch dieses Angebot bringt einen ganz wesentlichen Haken mit sich.

Denn selbst wenn sich die in den Arbeitsgruppen und in der Kommission vertretenen Teamrepräsentanten darauf einigen sollten, die Budgetobergrenze, wie sie momentan als beschlossen gilt, zu kippen, so hat der Weltrat und damit die FIA in Form eines Vetorechts das letzte Wort. Angesichts der angespannten Situation zwischen FOTA und FIA werden sich die Teams darauf ohne schriftliche Garantien voraussichtlich nicht einlassen.

Was die Sparmaßnahmen angeht, so kritisiert Mosley in seinem Brief an die FOTA, dass keine Diskussionsbereitschaft vorhanden sei. Außerdem missfällt ihm am vorliegenden FOTA-Vorschlag eine konkrete Summe für eine Budgetobergrenze. Der FOTA-Vorschlag beinhaltet bekanntlich Sparmaßnahmen ohne eine echte Budgetobergrenze, die von einem unabhängigen Buchprüfer überwacht werden sollen. Zumindest mit so einem Buchprüfer hätte Mosley kein Problem.

Der FOTA-Bitte, ein einheitliches Reglement für alle zu schaffen und damit auch die Ausnahmeregelung, wonach der Cosworth-Motor zunächst hoher drehen darf, abzuschaffen, lehnt der FIA-Präsident ab. Cosworth habe weder die Zeit noch die Ressourcen, um den Motor rechtzeitig für die Saison 2010 zu drosseln. Dadurch werde aber kein Wettbewerbsvorteil entstehen. Betroffen wären die neuen Teams Campos, Manor und US F1.

Es bleibt also vorerst bei einigen Unstimmigkeiten, die nach aktuellem Stand der Dinge bis Freitag aus der Welt geschafft werden sollen. Mosley will bis dahin alle Teams einzeln anschreiben und sie bitten, ohne Bedingungen für die Weltmeisterschaft 2010 zu nennen, um Handlungsspielraum zu gewinnen. Doch mit einer solchen Nennung würden die Teams eine Verpflichtung eingehen. Ob sie sich darauf ohne Garantien einlassen werden, bleibt abzuwarten.

Fotoquelle: xpb.cc

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