In Silverstone gibt es sogar einen speziellen Hamilton-Campingplatz

Formel 1 2009

— 18.06.2009

Hamilton: "Man muss Niederlagen akzeptieren"

Weltmeister Lewis Hamilton über die Devise in der Krise: "Man lernt, wie man seine Emotionen in den Griff bekommt"

Er kam, fuhr und siegte. Das war das Motto von Lewis Hamilton in seinen ersten beiden Formel-1-Jahren. Dank seines Talents und eines starken McLaren-Mercedes konnte der Brite 2007 sofort vorne mitfahren und kürte sich im Folgejahr zum jüngsten Champion der Geschichte. Doch in der aktuellen Saison lernt der Weltmeister das andere Ende des Starterfelds kennen. Der MP4-24 lässt Siege derzeit nicht zu, man ist froh, wenn es überhaupt zu Punkten reicht.

"Ich wusste immer, wie man mit solchen Situationen umgehen muss", sagte der britische Superstar. "Die Sache ist nur, dass man das wirklich akzeptieren muss. Wenn du ein schlechtes Auto hast, dann pushst du ohne Ende. Letztlich musst du dann aber einsehen, dass man mit einem solchen Wagen eben nur schlechtere Ergebnisse erzielen kann. Du musst dich darauf einstellen, dass es auch mal Niederlagen hagelt."

Die Erfahrungen aus den guten Jahren helfen dem Champion bei der Bewältigung der aktuellen Krise. "Ich habe mich selbst ja schon bewiesen", so Hamilton. "2007 habe ich fast den Titel geholt. Es ist nur daran gescheitert, dass ich im allerletzten Rennen nicht die nötigen Zähler geholt habe. Im vergangenen Jahr habe ich es geschafft, obwohl man mir immer wieder hier und dort ein paar Zähler durch Strafen weggenommen hat."

"Ich habe einen Titel in der Tasche und das bildet die Grundlage dafür, dass ich jetzt mit der Situation gut klarkommen kann. Ich kann das als Basis für gute Ergebnisse im kommenden Jahr nutzen", schilderte der 24-Jährige vor seinem Heimspiel in Silverstone. "Man lernt in der Krise viel über sich selbst und auch über andere Leute. Man lernt außerdem, seine Emotionen in den Griff zu bekommen und man erfährt, wie man sie sogar in eine gewisse Richtung lenken kann."

"Wenn man gewinnt, läuft alles um einen herum rund. Wenn es schlecht läuft, dann entsteht eine Spirale von unterschiedlichen Energien. Man muss dann einfach cool bleiben. Ich werde aus der Krise gestärkt hervorgehen", kündigte Hamilton an. Seine Familie habe ihn auf diesem Weg bestärkt. Ihm sei dennoch bewusst, dass auch in Zukunft wieder schwierige Zeiten auf ihn zukommen könnten. Eine Garantie für einen starken McLaren-Mercedes des Jahrgangs 2010 kann ohnehin niemand geben.

"Ich bin kein Designer, ich bin auch kein Aerodynamiker oder dergleichen", machte der Brite klar, "aber ich habe Ideen, von denen ich überzeugt bin, dass sie funktionieren. Die Techniker sind Genies. Aber selbst die intelligentesten Leute übersehen manchmal etwas. Ich helfe ihnen so gut ich kann. Ich mache Druck, die klugen Köpfe treffen die Entscheidungen. Wenn wir aber in einem Meeting sind, sage ich immer meine Meinung zum Setup. Ich weiß immerhin aus dem Cockpit, in welche Richtung es gehen muss."

Fotoquelle: xpb.cc

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