Die Teamvereinigung FOTA trifft sich heute Abend in der Renault-Fabrik

Formel 1 2009

— 18.06.2009

FOTA diskutiert Mosleys letztes Angebot

Die FOTA tagt bei Renault in Enstone, um Max Mosleys letztes Angebot zu besprechen - Fristgerechte Einschreibung eher unwahrscheinlich

In seinem gestrigen Schreiben an die Mitglieder der Formula One Teams Association (FOTA) bot FIA-Prsident Max Mosley erstmals einige wichtige Kompromisse an, so zum Beispiel eine Erhhung des Budgetlimits fr 2010 auf 100 Millionen Euro sowie nderungen im Regelgebungsprozess, in den die Teams wieder strker eingebunden werden wollen.

Doch drei wesentliche Punkte sprechen dagegen, dass die Teams fristgerecht bis morgen Abend fr die Weltmeisterschaft 2010 nennen werden: Erstens verlangt Mosley zunchst eine bedingungslose Einschreibung, erst dann knne man am derzeitigen Regelgebungsprozess gemeinsam etwas ndern. Zweitens hat selbst beim angebotenen Regelgebungsprozess die FIA das letzte Wort. Drittens wrde die Budgetobergrenze von 45 Millionen Euro 2011 kommen.

Man kann also von einer Annherung sprechen, aber von einer Einigung sind die beiden Streitparteien noch weit entfernt. Mosleys Kompromissangebot soll von den FOTA-Mitgliedern heute Abend im Renault-Hauptquartier in Enstone besprochen werden - ein entsprechendes Meeting wurde auf 19:00 Uhr Ortszeit angesetzt. Ein frherer Termin war nicht mglich, weil Flavio Briatore noch Termine fr seinen Fuballklub Queens Park Rangers wahrnehmen musste.

Fr heute Abend wird keine offizielle Stellungnahme der FOTA erwartet. Klar ist aber, dass die Teams unter einem gewissen Druck stehen, denn wenn sie sich nicht fristgerecht einschreiben, knnte die FIA die maximal 13 Startpltze theoretisch an andere Bewerber vergeben. So scharren noch Projekte wie Prodrive, Epsilon Euskadi oder Superfund in den Startlchern, die am vergangenen Freitag nicht in die provisorische Nennliste aufgenommen wurden.

Meinungsverschiedenheiten gibt es auch hinsichtlich der Auflistung von Ferrari und den beiden Red-Bull-Teams durch die FIA, denn diese drei Rennstlle bekennen sich klar zur FOTA und wurden gegen ihren Willen als bedingungslos eingeschrieben verlautbart. Das geht aus einem von der FIA verffentlichten Briefverkehr zwischen FIA-Generalsekretr Pierre de Coninck und Ferrari-Rechtsanwalt Henry Peter hervor.

Im Fahrerlager herrscht das Gefhl vor, dass sich die FOTA-Teams unter den aktuell im Raum stehenden Bedingungen mehrheitlich nicht auf Mosleys Angebot einlassen werden. Mosley wird morgen in Silverstone erwartet. 'Motorsport-Total.com' hat jedoch erfahren, dass es nicht zwingend morgen zu einer Einigung kommen muss, denn angeblich knnte am Mittwoch eine weitere Sitzung des Motorsport-Weltrats abgehalten werden. All das ist zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht besttigt.

Fotoquelle: xpb.cc

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