Besorgt: Bernie Ecclestone und Max Mosley könnten viel Geld verlieren

Formel 1 2009

— 19.06.2009

"Piratenserie" kostet die Formel 1 1,6 Milliarden Euro

Durch die beschlossene "Piratenserie" der FOTA verliert die Formel 1 nicht nur acht Teams, sondern auch umgerechnet knapp 1,6 Milliarden Euro

Die Hiobsbotschaft der vergangenen Nacht, dass die acht zur FOTA zusammengeschlossenen Teams tatsächlich wie seit Monaten angedroht ihre eigene Rennserie gründen werden, ist für die Formel 1 eine gewaltige Katastrophe. Nicht nur, dass die einstige Königsklasse acht ihrer berühmtesten Namen verliert, geht auch ein riesiges Investment flöten.

Umgerechnet knapp 1,6 Milliarden Euro haben Ferrari, McLaren-Mercedes, das BMW Sauber F1 Team, Renault, Toyota, Toro Rosso, Red Bull und Brawn zuletzt zum jährlichen Gesamtumsatz der Königsklasse beigetragen. Das entspricht nicht weniger als 47 Prozent. Gut eine Milliarde davon wurde von den Teameigentümern investiert, knapp 500 Millionen von Sponsoren und der Rest durch Zulieferfirmen.

Die Formel 1 wird durch die FOTA-Entscheidung von gestern Nacht sofortigen Schaden nehmen, denn es ist unwahrscheinlich, dass sich die Fans nun Karten für nächstjährige Grands Prix kaufen werden, wie sie es sonst getan hätten. Dieses Geld fehlt den Rennveranstaltern, die es somit noch schwieriger haben werden, ihre Gebühren an Bernie Ecclestone zu bezahlen. Außerdem werden die TV-Stationen versuchen, ohne Ferrari und Co. Rabatte auszuhandeln.

Interessant ist auch, dass die acht FOTA-Teams, die bei drei Autos pro Rennstall theoretisch 24 Autos stellen würden, weitere Unterstützung erhalten könnten. Denn wie man hört, sollen einige Teams, die bei der FIA durch den Rost gefallen sind, Interesse an der neuen "Piratenserie" zeigen. So hat 'Motorsport-Total.com' erfahren, dass für Adam Carroll kürzlich ein Lola-Sitz angepasst wurde, obwohl Lola die FIA-Nennung bereits zurückgezogen hat.

Geld für die neue Meisterschaft wird jedenfalls genug zur Verfügung stehen, denn die Vorstände der Automobilhersteller haben für einen Pakt, der besagt, dass kein Werk aus der gemeinsamen Front ausbrechen darf, insgesamt eine Milliarde Euro abgesegnet - natürlich in der Annahme, dass dieses Geld nie ausgegeben werden muss, aber es scheint vorhanden zu sein. Nun könnte man damit die Infrastruktur der A1GP-Serie auf Vordermann bringen und etwas Neues machen.

In Sachen Rennstrecken werden die Hersteller keine Probleme haben, denn Ecclestone hat in den vergangenen Jahren traditionsreiche Schauplätze wie Silverstone, Imola und Magny-Cours über die Klinge springen lassen. Auch das Aushandeln von neuen TV-Verträgen sollte kein Problem darstellen, schließlich wollen die Menschen mit Sicherheit lieber Ferrari gegen McLaren-Mercedes sehen als Campos gegen Manor...

Fotoquelle: xpb.cc

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