Nach dem ersten dominierte Red Bull auch das zweite Training in Silverstone

Formel 1 2009

— 19.06.2009

Silverstone: Red Bull am Freitag einsame Spitze

Sebastian Vettel behauptete auch im zweiten Training seine Freitagsbestzeit vor Mark Webber - Favorit Jenson Button nur auf Platz 14

Während hinter den Kulissen Bernie Ecclestone und Max Mosley ihre Krisensitzung zum Thema Rettung der Formel 1 fortsetzten, fand heute Nachmittag in Silverstone das zweite Freie Training zum Grand Prix von Großbritannien statt. Zwar blieb Sebastian Vettels Bestzeit aus der ersten Session unangetastet, aber der Red-Bull-Renault-Pilot setzte sich dennoch wieder an die Spitze.

Vettel steigerte sich im Verlauf seiner 39 Runden auf 1:19.456 Minuten und ließ seinen Teamkollegen Mark Webber (35 Runden) um 0,141 Sekunden hinter sich. Der österreichische Rennstall dominierte damit das Freitagsgeschehen bei der achten WM-Station 2009, was möglicherweise an der breiter gewordenen Frontpartie lag, die in den schnellen Kurven perfekt zu funktionieren scheint. Der Vorsprung auf die Konkurrenz betrug mehr als eine halbe Sekunde.

Technischer Defekt bei Webber

Dabei lief es für Red Bull nicht hundertprozentig nach Wunsch, denn Webber rollte gut fünf Minuten vor Schluss auf der Hangargeraden aus, nachdem er ausgangs Chapel einen Randstein etwas heftiger getroffen hatte. Zuvor war bereits Vettel in Woodcote neben die Strecke gekommen, ohne Folgen davongetragen zu haben. Die meisten Ausritte passierten allerdings in Becketts, unter anderem auch von Kimi Räikkönen (18./Ferrari/+ 1,676/38 Runden).

Hinter den Red Bulls sorgte ein Deutscher für die Sensation des Tages: Adrian Sutil (Force-India-Mercedes/+ 0,685/41 Runden) landete überraschend auf Platz drei und war damit einer von nur sieben Piloten innerhalb der Führungssekunde. Knapp hinter ihm reihten sich Kazuki Nakajima (Williams-Toyota/+ 0,753/36 Runden), Fernando Alonso (Renault/+ 0,781/36 Runden), Rubens Barrichello (Brawn-Mercedes/+ 0,788/26 Runden) und Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/+ 0,961/35 Runden) ein.

Lokalmatador und WM-Leader Jenson Button (Brawn-Mercedes/+ 1,311/28 Runden) klagte über Untersteuern in den schnellen Kurven, lag lange am Ende des Klassements, konnte sich aber in den letzten Minuten immerhin noch auf Rang 13 verbessern. Das muss für den Rest des Wochenendes aber kein beunruhigendes Signal sein, denn dass das Brawn-Team oftmals erst am Samstag die Hosen runterlässt und sein wahres Gesicht zeigt, gilt im Fahrerlager als offenes Geheimnis.

Rosberg nicht Freitagsschnellster

Freitagsweltmeister Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,012/42 Runden) agierte heute Nachmittag erstaunlich zurückhaltend, beteiligte sich nicht an der Zeitenjagd und landete schlussendlich auf der neunten Position - zwei Plätze vor Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 1,166/23 Runden), der nach einem der schnellsten Motorwechsel der Formel-1-Geschichte in der letzten halben Stunde wieder ins Geschehen eingreifen konnte.

Interessant: Neben den Ferraris war heute nur Heikki Kovalainen (12./+ 1,277/37 Runden) mit KERS unterwegs, aber der McLaren-Mercedes-Pilot blieb trotz des Energierückgewinnungssystems deutlich hinter seinem Teamkollegen Hamilton zurück. Auch die Ferraris rissen keine Bäume aus und landeten auf den Positionen 17 (Felipe Massa/+ 1,549/37 Runden) und 18. Was das für morgen zu bedeuten hat, steht jedoch noch in den Sternen.

Fotoquelle: xpb.cc

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