Max Mosley kann sich vorstellen, noch einmal als FIA-Präsident zu kandidieren

Formel 1 2009

— 19.06.2009

Rücktritt für Mosley derzeit kein Thema

Die Teams fordern - wenn auch nur inoffiziell - seinen Kopf, aber FIA-Präsident Max Mosley hat nicht vor, sein Amt niederzulegen

Es gibt auf Seiten der FOTA-Rebellen nicht wenige, die sich einen Rücktritt von Max Mosley wünschen würden, um innerhalb der FIA einen neuen Führungsstil salonfähig zu machen. Doch je mehr es ihm an den Kragen geht, desto mehr liebäugelt der FIA-Präsident mit dem Gedanken, sich im Herbst entgegen seiner ersten Ankündigung noch einmal der Wiederwahl zu stellen.

"Ich will nicht allzu lange weitermachen, aber sie bringen mich in eine Schwierigkeit: Selbst wenn ich im Oktober aufhören möchte, kann ich es unter diesen Umständen nicht", sagte Mosley heute in Silverstone. "Was sie tun, ist kontraproduktiv, denn die Leute in der FIA sind der Meinung, dass ich bleiben muss, solange wir attackiert werden. Hätten wir Frieden, dann könnte ich im Oktober reinen Gewissens aufhören und ein anderer würde kommen."

Er könne seine FIA jedoch nicht "mitten in einer Krise im Stich lassen", so der 69-Jährige, der gerade einige private Rückschläge wegzustecken hat: den Drogentod seines Sohnes Alexander, die Scheidung von seiner Frau Jean. Doch dass Mosley nicht den einfachen Weg wählt, sondern um seinen Ruf kämpft, sollten seine Gegner spätestens seit der Sexaffäre von 2008 wissen, als er wider Erwarten im Amt bestätigt wurde.

Dabei wäre er grundsätzlich "absolut" bereit, seinen Stuhl zu räumen, sollte es der Friedensfindung dienen. Aber: "Alle wissen, dass es kein echter Frieden wäre, denn dann würden sie halt den Kopf der nächsten Person fordern und dann den der Person danach - bis sie haben, was sie wollen, nämlich die Macht, den Sport ohne die FIA zu führen. Und mit Bernie (Ecclestone; Anm. d. Red.) wäre es genau das Gleiche."

"Die Idee, dass es bei der Sache nur um mich geht, ist ein Mythos", so Mosley. "Ich bin die Speerspitze, weil ich zufällig Präsident bin, aber ich könnte ohne die Zustimmung unserer Mitgliedsverbände aus verschiedenen Ländern nicht handeln. Wir haben 120 Länder, die alle durch den Motorsportvorsitzenden bei uns vertreten sind. Die FIA ist eine riesige Organisation. Die Idee, dass alles an meiner Person scheitert, geht am Thema vorbei."

Die FOTA wolle a) die Führung des Sports an sich reißen und b) "das Geld von Bernie", vermutete Mosley. Die Drohung einer "Piratenserie" nimmt er übrigens trotz des Beschlusses der vergangenen Nacht nicht ernst. Das mutet ein wenig merkwürdig an: Erst droht die FIA deswegen rechtliche Schritte gegen die FOTA und Ferrari an, ein paar Stunden später heißt es dann, das alles sei ohnehin keine große Sache...

Fotoquelle: xpb.cc

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