Nico Rosberg wurde seinem Ruf als Trainingsweltmeister voll gerecht

Formel 1 2009

— 20.06.2009

Williams-Doppelschlag im Abschlusstraining

Im dritten Freien Training fuhr Nico Rosberg vor Kazuki Nakajima und Jarno Trulli Bestzeit - Sebastian Vettel bei schwierigen Bedingungen Vierter

Die Politik ist endlich mal still, daher konnten sich die Formel-1-Protagonisten heute Morgen in Silverstone auf das dritte Freie Training zum Grand Prix von Großbritannien konzentrieren. An die Spitze setzte sich nach 60 Minuten eines der Teams aus dem britischen Motorsportcluster um die traditionsreiche Rennstrecke, nämlich Williams.

Zwar lag kurz vor Schluss noch Jarno Trulli (3./Toyota/+ 0,226/15 Runden) an der Spitze, doch der Italiener wurde im Finish noch vom mit Toyota-Motoren ausgestatteten Williams-Team überrumpelt. Die Bestzeit sicherte sich in 1:18.899 Minuten Nico Rosberg (20 Runden), der seinen Stallgefährten Kazuki Nakajima um 0,203 Sekunden in die Schranken wies. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass Williams im Freien Training oftmals mit wenig Benzin für das Qualifying übt.

Vettel etabliert sich als Favorit

Hinter dem Toyota-Trio landete Topfavorit Sebastian Vettel (Red-Bull-Renault/+ 0,472/15 Runden) auf dem vierten Platz und etablierte sich damit an der Spitze derjenigen, die an diesem Wochenende für den Sieg in Frage kommen. Hinter Vettel gaben allerdings die wiedererstarkten Ferrari-Piloten ein deutliches Lebenszeichen von sich: Felipe Massa (+ 0,697/19 Runden) wurde Fünfter, Kimi Räikkönen (+ 0,956/13 Runden) Sechster.

Bei der Konkurrenz der Roten, bei McLaren-Mercedes, lief es weniger gut: Nach dem gestrigen Vergleichstest ließen heute Morgen beide Fahrer das Energierückgewinnungssystem ausbauen. Ohne KERS landete Lewis Hamilton (+ 1,149/16 Runden) auf Rang elf, während Heikki Kovalainen (+ 1,739/18 Runden) gar nur 17. wurde. In ähnlichen Regionen befand sich nach 60 Minuten allerdings auch Nick Heidfeld (18./+ 1,797/20 Runden) vom BMW Sauber F1 Team.

Die Zeitabstände waren weiter auseinander gezogen als an den vergangenen Rennwochenenden, aber doch enger als gestern. So landeten nicht weniger als sieben Piloten innerhalb von einer Sekunde. Dazu gehörte übrigens auch Timo Glock (Toyota/+ 0,969/19 Runden), der in Silverstone gegen seinen Teamkollegen Trulli kein Land zu sehen scheint. Achter wurde Fernando Alonso (Renault/+ 1,018/14 Runden) vor Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,047/15 Runden).

Blufft Brawn?

Das in der Weltmeisterschaft überlegen führende Brawn-Mercedes-Team hielt sich aus der Zeitenjagd wie so oft vornehm raus. Inzwischen darf man sich allerdings vorsichtig die Frage stellen, ob diese Zurückhaltung noch kontrolliert ist oder ob die ehemalige Honda-Crew unweit der eigenen Fabrik in Brackley vielleicht tatsächlich erstmals ins Straucheln geraten könnte. Lokalmatador Jenson Button (+ 1,258/17 Runden) kam jedenfalls nicht über Rang zwölf hinaus.

Um den Cut im ersten Qualifying werden voraussichtlich Toro-Rosso-Ferrari, das BMW Sauber F1 Team und Force-India-Mercedes kämpfen. Letzterer Rennstall präsentierte sich allerdings wieder in guter Form - Adrian Sutil wurde nach 15 Runden mit 1,649 Sekunden Rückstand solider 15. und visiert nun den Einzug in das zweite Segment ein. Der Schlüssel dafür werden wohl die Reifen sein, die in Silverstone schwierig auf Temperatur zu bringen sind.

Fotoquelle: xpb.cc

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