Lewis Hamilton verlor im achten Qualifying zum vierten Mal das Stallduell

Formel 1 2009

— 20.06.2009

Ausgerechnet zu Hause: Hamilton schlecht wie nie!

Beim Heim-Grand-Prix in Silverstone lieferte Lewis Hamilton das schlechteste Qualifying seiner Karriere ab - "Dieses Auto wird keine Rennen gewinnen"

Wer nach den vergangenen Wochen gedacht hat, dass es für Weltmeister Lewis Hamilton nicht mehr schlimmer kommen kann, der lag falsch: Der McLaren-Mercedes-Pilot lieferte heute ausgerechnet in seinem Heimqualifying in Silverstone die schlechteste Vorstellung seiner Formel-1-Karriere ab und wird damit morgen nur vom 19. Startplatz in den Grand Prix von Großbritannien gehen.

Zugegeben hatte Hamilton Pech, weil er seine schnellste Runde wegen des Abbruchs nach dem Crash von Adrian Sutil nicht zu Ende fahren konnte, aber mehr als "sechs, sieben Plätze" wäre er laut Mercedes-Sportchef Norbert Haug sowieso nicht nach vorne gekommen. Von einer Pole-Position wie im Vorjahr durch Heikki Kovalainen oder einer Wiederholung des 2008er-Sieges im Regen sind die Silberpfeile jedenfalls meilenweit entfernt.

"Im Vorjahr hat Lewis mit einer Minute Vorsprung gewonnen. Das werden wir diesmal ganz bestimmt nicht schaffen. Dafür braucht es ganz viele Safety-Cars und viele glückliche Umstände", analysierte Haug noch vor der Session. Dennoch freut er sich auf morgen: "Silverstone ist immer ein tolles Rennen und das Wetter ist immer für Überraschungen gut. Es gibt eine Menge begeisterter und disziplinierter Fans. Es ist ein ganz besonderer Grand Prix."

Hamilton stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben - kein Wunder, hatten die zahlreich erschienenen Fans doch vergeblich versucht, ihn lautstark anzufeuern. Langsam scheinen die schlechten Ergebnisse an ihm zu zehren: "Ich gewöhne mich langsam dran", seufzte der 24-Jährige. "Ich bin enttäuscht. Der 19. Platz ist eine Schande - gerade meinen heimischen Fans hätte ich morgen gerne eine gute Show gezeigt. Davon sind wir Lichtjahre entfernt."

An eine Trendwende noch in dieser Saison will er nicht mehr glauben: "Ich habe keine Ahnung, wie ich mit diesem Auto ein Rennen gewinnen soll! Dieses Auto wird keine Rennen gewinnen", so Hamilton. "Wir müssen verstehen, woran es genau hapert, und wir werden sicher weiterhin hart arbeiten, keine Frage, aber die Ausgangsbasis ist denkbar schlecht. Eigentlich können wir uns schon auf nächstes Jahr konzentrieren, denn der MP4-24 ist kein Siegerauto."

Doch auch wenn in seinen Aussagen immer mehr Frust mitschwingt, weist der Brite Motivationsschwierigkeiten weit von sich: "Motivation war nie ein Problem für mich. Natürlich ist es schwierig, wenn man mit dem Messer zwischen den Zähnen kämpfen muss, um überhaupt in Q2 zu kommen, aber ein Rennfahrer will aus seiner jeweiligen Situation immer das Beste machen", gab er abschließend zu Protokoll.

Fotoquelle: xpb.cc

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