"FOTA rules, Max out": Die Mehrheit der Fans steht hinter der Teamvereinigung

Formel 1 2009

— 21.06.2009

FOTA widerspricht Mosley: Keine Einigung in Sicht

FIA-Präsident Max Mosley glaubt, dass eine Einigung "sehr nahe" ist, doch die FOTA-Teams sind über diese Aussage überrascht

Im am Wochenende eskalierten Streit zwischen FIA und FOTA überraschte FIA-Präsident Max Mosley kurz vor dem heutigen Rennen in Silverstone mit einer Mut machenden Aussage: "Es sieht eigentlich ganz gut aus. Ich glaube, wir sind sehr nahe an einer Einigung." Doch im FOTA-Lager ist man über dieses Statement gelinde gesagt verwundert.

Mehrere Teamchefs haben bestätigt, dass es seit Freitag keine Gespräche zwischen Mosley und FOTA-Vertretern gegeben hat. Auch Bernie Ecclestone wusste nichts von neuen Friedensverhandlungen, seit die Teamvereinigung bekannt gegeben hat, dass sie 2010 ihre eigene Rennserie gründen wird. Genau das Gegenteil soll der Fall sein: Anscheinend ist für Donnerstag ein FOTA-Meeting angesetzt, um mit der Detailarbeit für die Abspaltung zu beginnen.

"Wir haben genug geredet. Es reicht", wird Renault-Teamchef Flavio Briatore von 'Autosport' zitiert. "Wir haben unser Statement abgegeben und das ist sehr klar. That's it. Wir werden die Rennserie in den nächsten Wochen auf die Beine stellen. Wir arbeiten schon seit einigen Wochen daran. Wir wollen eine von der FOTA organisierte Formel-1-Meisterschaft. In den vergangenen zwei Tagen hat sich daran nichts geändert. Mehr will ich jetzt nicht mehr sagen."

Auch FOTA-Vizepräsident John Howett von Toyota glaubt, dass der "Point of no Return" näher ist als ein Kompromiss: "Wenn man sich die überwältigende Unterstützung der Öffentlichkeit für uns anschaut, dann braucht es jetzt schon einen signifikanten Schritt der FIA in unsere Richtung." Und McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh sagt: "Ich glaube nicht, dass eine Einigung nahe ist. Es ist schwierig, an einem Sonntag Fortschritte zu machen, wenn man sich auf den Motorsport konzentriert."

Damit scheint nach einem kurzen Hoffnungsschimmer der Status quo von Freitag wiederhergestellt zu sein. Für die Teams ist klar, dass sie so weit gegangen sind wie nach ihrer Meinung möglich, daher werden sie erst wieder in Verhandlungen eintreten, wenn Mosley von seinen auf dem Tisch liegenden Standpunkten abweicht. Insofern erscheint auch das Mosley-Statement, wonach 2010 "unbedingt" alle in der FIA-Serie fahren werden, etwas zu optimistisch...

Fotoquelle: xpb.cc

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