Bernie Ecclestone verhandelte im Hintergrund: Retter der Formel-1-Nation?

Formel 1 2009

— 22.06.2009

Ecclestone:" Ich werde es nicht zulassen"

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone muss die Wogen glätten, die Max Mosley und die Teamvereinigung FOTA durch den Streit in Gang gesetzt haben

Die eingefleischten Formel-1-Fans erleben zurzeit eine emotionale Achterbahnfahrt. Der lang schwelende Streit zwischen der FIA und der Teamvereinigung FOTA war am vergangenen Donnerstag durch die Ankündigung der Gründung einer "Piratenserie" anscheinend zu einem negativen Ende gekommen, doch am darauf folgenden Silverstone-Rennwochenende gab es plötzlich auch wieder Signale, die eine mögliche Versöhnung andeuteten.

Max Mosley erklärte am Wochenende selbstbewusst, dass er alle aktuellen Formel-1-Teams auch im kommenden Jahr in der Startaufstellung erwarte, die Teams ließen derweil weitere Details ihrer New Formula durchsickern - verwirrende Winkelzüge im politischen Formel-1-Schach. Im Silverstone-Fahrerlager nahm Bernie Ecclestone die Position eines Springers ein. Der mächtige Promoter sprach sich zunächst am Freitag mit Max Mosley aus, es folgte anschließend typische Ecclestone-Diplomatie.

Der Brite ging am Samstag und Sonntag zu allen Teamchefs, um die Stimmungen der einzelnen Personen einzufangen. Immer ein Ziel im Hinterkopf: Ecclestone muss die Formel 1 zusammenhalten, sonst droht sein großes Imperium zur mickrigen Grafschaft zu verkommen. "Ich habe mehr als 35 Jahre meines Lebens für die Formel 1 geopfert", erklärte der 78-Jährige in der 'Times'. "Sogar meine Ehe ist an der Formel 1 zerbrochen."

"Ich werde nicht zulassen, dass dies alles wegen fast gar nichts zerbricht", stellte Ecclestone kämpferisch klar. "Wenn man sich die Probleme einmal anschaut, dann entdeckt man kein einziges Thema, welches nicht mit Leichtigkeit aus dem Weg geräumt werden könnte", sagte der Formel-1-Boss. Fraglich ist allerdings, ob es in dieser Phase nur um die inhaltlichen Differenzen geht, oder ob ein Rückzug von Max Mosley der einzige Weg zu einer Einigung ist.

Der FIA-Chef nahm in Silverstone am Sonntag zwischenzeitlich etwas Dampf vom Kessel. Die ankündigten rechtlichen Schritte gegen Ferrari, Red Bull und möglicherweise gegen die gesamte FOTA sind offenbar wieder vom Tisch. Damit wäre zumindest ein halbwegs erträgliches Umfeld für weitere Gespräche entstanden. Aber: Man darf gespannt sein, wie die FOTA-Teamchefs auf jüngste Aussagen des FIA-Präsidenten reagieren. Am Sonntagabend hatte Mosley nach Angaben der 'Times' einige FOTA-Teamchefs als "Bekloppte" bezeichnet.

Fotoquelle: xpb.cc

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