Niki Lauda glaubt nicht an die Spaltung der Königsklasse: Nur Säbelgerassel?

Formel 1 2009

— 22.06.2009

Lauda: "Ecclestone hat die Kontrolle verloren"

Niki Lauda sieht Bernie Ecclestone in einer schlechten Position - Kritik an Max Mosley: "Wer eine Firma so führen würde, der könnte sofort Konkurs anmelden"

Im eskalierten Streit zwischen der Teamvereinigung FOTA und FIA-Chef Max Mosley rufen viele Beteiligte und Beobachter nach Bernie Ecclestone. Der "Mister Formel 1" soll die beiden Parteien wieder an einen Tisch bringen und für einen neuen Schulterschluss sorgen. Der 78-Jährige wäre im Fall einer Spaltung der Königsklasse der große Verlierer. "Ecclestone hat die Kontrolle verloren", erklärte jedoch Niki Lauda in der 'Welt'.

"Das ist schlecht, denn Bernie hat in der Vergangenheit die Parteien immer zusammengehalten", meinte der österreichische Ex-Formel-1-Weltmeister. "Auf diese Balance beruhte bisher der Erfolg der Formel 1." Aus Sicht von Lauda ist nun weniger Ecclestone gefragt, als vielmehr der FIA-Präsident. "Mosley muss die Debatte neu vitalisieren. Wenn er das nicht macht, wird von der Formel 1 nicht mehr viel übrig bleiben. Mit Teams und Fahrern zu fahren, die kein Mensch kennt, das wäre eine Lachnummer."

"Wer eine Firma so führen würde, wie derzeit die Formel 1 gesteuert wird, der könnte sofort Konkurs anmelden", kritisierte Lauda den Präsidenten des Automobilweltverbandes. "Die großen Persönlichkeiten sollten sich zurücknehmen. Vor allem Max Mosley." Den größten Fehler habe der FIA-Boss gemacht, als er den FOTA-Teams eine Deadline zur bedingungslosen Einschreibung gesetzt habe. Dies habe dem Konflikt eine ganz neue Schärfe verliehen.

Ähnlich wie Jackie Stewart sieht also auch der Österreicher in Max Mosley den Übeltäter. Beim Meeting des FIA-Weltrates am Mittwoch sei ein Putsch geplant, hieß es. "Ich halte es für eine komplette Illusion, dass irgendwer in der Formel 1 glauben sollte, dass man ausgerechnet jetzt Max Mosley stürzen könnte. Mosley wurde durch die FIA gewählt und nicht von den Leuten im Fahrerlager der Formel 1", so Lauda.

Der Weltrat besteht aus 222 Mitgliedern der nationalen Automobilclubs. Mit der Formel 1 haben diese Vertreter meist nur wenig zu tun. Die Chancen auf einen Rückzug von Mosley aus seinem derzeitigen Amt gilt als unwahrscheinlich. "Es wird trotz des ganzen Getöses am Ende zu einer friedlichen und konstruktiven Lösung kommen", meinte Lauda abschließend.

Fotoquelle: xpb.cc

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