Jarno Trulli hatte sich in Silverstone mehr erwartet als den siebten Platz

Formel 1 2009

— 23.06.2009

Trulli: "Hatte in Silverstone nie viel Glück"

Jarno Trulli musste in England seine Podest-Hoffnungen am Start begraben, sieht aber dennoch Positives und erwartet Toyota-Upgrades für den Nürburgring

Frage: "Was nimmst du an Positivem mit aus Silverstone?"
Jarno Trulli: "Unsere Performance im Qualifying war durchaus sehr ermutigend, da wir unsere starke Form aus der Türkei bestätigen konnten. In allen drei Sessions war ich in den Top 4. In Q2 fehlte mit nur eine Zehntelsekunde auf die Bestzeit, und dort werden normalerweise die schnellsten Zeiten des Wochenendes gefahren. Das Auto hat sich wirklich gut angefühlt und ich hätte fast Startplatz drei geholt. Ich war aber auch mit Platz vier zufrieden. Das war also ein positives Zeichen, deshalb war schade, dass das Rennen gar nicht nach unseren Erwartungen verlief."

Frage: "Was hattest du dir vom Rennen erwartet?"
Trulli: "Ich dachte, dass wir von Platz vier aus die Chance haben, um das Podium zu kämpfen. Ich habe ganz klar erwartet, dass ich viele Punkte hole, denn meine Benzinmenge war entsprechend. Das alles hat sich beim Start jedoch schnell geändert. Danach war Platz sieben das maximal Erreichbare."

Frage: "Was ist beim Start passiert?"
Trulli: "Ich hatte ein technisches Problem, deshalb ist das Auto nicht so schnell wie üblich losgefahren und ein paar Autos konnten mich sofort überholen. Ich habe mich durch die erste Kurve gekämpft und konnte Platz sieben halten, auch wenn andere Autos hinter mir vom Start mehr Schwung mitgebracht haben. In Silverstone geht es in der ersten Kurve immer recht hektisch zu, aber ich konnte dem standhalten."

Frage: "Wir war das Auto während des Rennens?"
Trulli: "Ich hatte nicht mehr dasselbe Feeling wie im Qualifying. Das Auto ist ein bisschen geschwommen. Ich glaube, das lag an der Abstimmung, für die wir uns am Samstag entschieden haben. Die hat in der Qualifikation toll funktioniert, aber am Rennsonntag war es etwas kühler als ich erwartet hatte. Deshalb habe ich die Reifen nicht richtig zum Arbeiten gebracht. Ich habe gepusht so viel es ging, aber die Top 6 waren nicht zu erreichen."

Frage: "Das war wohl der letzte Britische Grand Prix in Silverstone. Was denkst du nun?"
Trulli: "Es war nicht das Ergebnis, das wir erwartet hatte, aber wir haben wenigstens wieder gepunktet. Um ehrlich zu sein, hatte ich in Silverstone noch nie viel Glück. Und 2004 hatte ich dort den schwersten Unfall meiner Karriere. Meine beste Performance dort war wohl im vergangenen Jahr, als ich im Regen von Platz 14 vor auf Platz sieben gefahren bin. Zwar war das Ergebnis in diesem Jahr gleich, aber ich war nicht so zufrieden."

Frage: "Hattet ihr in Silverstone Upgrades dabei? Plant ihr etwas für den Nürburgring?"
Trulli: "Wir hatten ein kleines Paket von Upgrades in England dabei und konnten unsere Leistung damit ein bisschen steigern. Aber auch unsere Rivalen entwickeln dauernd weiter, deshalb ist es nicht so einfach, die Lücke zu schließen. Wir haben das Potenzial dazu und alle arbeiten wirklich hart dafür. Wie bei den meisten Rennen sollten wir auch am Nürburgring ein paar neue Teile am Auto haben, die unsere Performance weiter verbessern."

Frage: "Was bedeutet der Deutschland-Grand-Prix für dich und das Team?"
Trulli: "Ich bin Italiener, also ist Monza immer mein Heimrennen. Aber als Teammitglied von Toyota habe ich ein paar weitere 'Zweit-Heimrennen' und eines davon ist Deutschland. Der Nürburgring ist nicht weit von der Fabrik weg. Deshalb ist es für viele Jungs im Team - inklusive Timo - ein sehr spezielles Rennen und wir wollen dort erfolgreich sein. Es ist schön, wenn man die Fans und Kollegen auf den Tribünen sieht. Das macht uns noch entschlossener, ein besseres Ergebnis als in Silverstone abzuliefern."

Frage: "Hast du spezielle Erinnerungen an den Nürburgring?"
Trulli: "Ich habe tolle Erinnerungen an den Nürburgring, vor allem an 1999, als ich meinen ersten Podiumsplatz in der Formel 1 geholt habe. Es war ein Regenrennen und die Bedingungen waren wirklich schwierig. Und obwohl ich nicht das stärkste Auto hatte, habe ich alles gegeben und wurde Zweiter. Das Wetter ist am Nürburgring immer das große Fragezeichen, weil die Strecke in den Hügeln liegt und von Wäldern umgeben ist. Und auch, wenn ich eines meiner besten Rennen dort im Regen hatte, hoffe ich, dass es in diesem Jahr trocken bleibt. Aber es ist schwer, das vorherzusagen."

Fotoquelle: xpb.cc

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