Die Stadt Hockenheim hat sich gegen die Formel 1 im Motodrom entschieden

Formel 1 2009

— 23.06.2009

Zu teuer: Stadt Hockenheim sagt "Nein" zur Formel 1

Der Stadtrat hat sich einstimmig gegen weitere Grand Prix ausgesprochen - Das endgültige Formel-1-Aus für Hockenheim bedeutet das aber nicht

Ob in der "Rennstadt Hockenheim" irgendwann wieder einmal die Formel-1-Motoren aufdröhnen, ist seit heute Abend fraglicher als zuvor. Denn die Stadt Hockenheim hat den Ausstieg aus der Formel 1 beschlossen. Nach Informationen der 'dpa' fiel der entsprechende Entschluss des Stadtrats heute Abend einstimmig aus. Eigentlich würde die Königsklasse turnusgemäß im kommenden Jahr, also 2010, wieder in Hockenheim gastieren.

Doch der Stadt, die 94 Prozent der Anteile an der Betreibergesellschaft hält, ist die Formel 1 schlichtweg zu teuer geworden. Bereits beim bisher letzten Hockenheim-Grand-Prix 2008 musste ein Minus von fast sechs Millionen Euro verzeichnet werden. Für das Rennen 2010 wird erneut ein Defizit von sechs Millionen Euro prognostiziert. Und die Stadt sieht sich nicht mehr in der Lage, für dieses Defizit aufzukommen.

Der 'dpa' zufolge betonte Oberbürgermeister Dieter Gummer allerdings nach der Stadtratssitzung, dass diese Entscheidung nicht das endgültige Aus für die Formel 1 in Hockenheim bedeuten müsse. Er verwies auf einen Brief von Bernie Ecclestone, in dem dieser vorgeschlagen habe, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Der Formel-1-Zampano kassiert von den Veranstaltern pro Grand Prix eine Gebühr in geschätzter Höhe von über 15 Millionen Euro überwiesen werden - über die genaue Höhe wurde Stillschweigen vereinbart. Ein Rabatt würde Hockenheim durchaus weiterhelfen.

In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Krisengespräche zum Thema Hockenheim, unter anderen auch mit dem Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger. Oettinger hat vor rund einem Monat angekündigt, sich mit Ecclestone treffen zu wollen. Zudem machte der Ministerpräsident den Hockenheimern Hoffnung auf eine finanzielle Unterstützung aus der Landeskasse.

Außerdem wäre für die Hockenheimer auch die potenzielle FOTA-Rennserie ein Thema, falls es zu einer Abspaltung der Teams von der Formel 1 kommen sollte. Doch bevor man am Hockenheimring Energie in dieses Thema steckt und gegebenenfalls die bestehenden Formel-1-Verträge von teuren Anwälten prüfen lässt, will man erst die weiteren Entwicklungen abwarten.

Fotoquelle: xpb.cc

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