Neuer Friede: Auch 2010 wird es nur eine Formel-1-Weltmeisterschaft geben

Formel 1 2009

— 24.06.2009

Der Formel-1-Friede von Paris: Erste Reaktionen

FIA und FOTA haben sich heute in Paris darauf geeinigt, dass es 2010 nur eine Formel-1-Weltmeisterschaft geben wird - hier die ersten Reaktionen

Die Formel 1 konnte heute in Paris quasi in letzter Sekunde eine drohende Spaltung abwenden. FIA und FOTA einigten sich darauf, dass es in der Saison 2010 eine einzige Formel-1-Weltmeisterschaft geben wird, was sowohl bei FIA-Präsident Max Mosley als auch bei Bernie Ecclestone "große Erleichterung" hervorrief.

Doch auch hierzulande nahm man den Durchbruch von Paris mit großer Freude auf: "Das ist ein großartiger Erfolg für die Formel 1, die Zuschauer, die Medien, die Teams und alle Aktiven", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Ohne die Konfrontationen der letzten Monate wird unser Sport noch viel besser werden."

Haugs konkrete Hoffnung lautet nun, dass die Politik wieder zugunsten des eigentlichen Sports in den Hintergrund tritt: "Jetzt passiert, was sich alle Zuschauer so sehr wünschen wie wir - nur der Wettbewerb auf der Strecke steht im Mittelpunkt."

Adrian Sutil war der gleichen Meinung und schloss sich Haug an: "Wenn dem so ist und man sich wirklich einigt, dann ist das für alle Beteiligten, Fans, Fahrer und Teams, die beste Lösung", erklärte der Force-India-Pilot gegenüber 'Motorsport-Total.com'

Auch Ex-Formel-1-Fahrer Heinz-Harald Frentzen gab sich in einer ersten Reaktion hochzufrieden: "Ich freue mich, dass sich die Formel 1 geeinigt hat", erklärte Frentzen gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Diese Einigung ist die logische, konsequente und vernünftige Option."

Surer: Voller Erfolg für die FOTA

So sah es auch Frentzens ehemaliger Teamkollege bei Sauber. "Das gut für die Formel 1 und gut für den Motorsport insgesamt", sagte Karl Wendlinger. "Aber man fragt sich jetzt natürlich, was der ganze Streit in den vergangenen Wochen überhaupt sollte."

Die Medien sind ebenfalls froh über den Formel-1-Frieden von Paris: "Wir sind immer zuversichtlich gewesen, dass sich die beiden Seiten am Ende einigen werden, weil die gemeinsamen Interesse die Differenzen überwiegen", gab 'RTL'-Pressesprecher Mathias Bolhöfer in einer ersten Stellungnahme zu Protokoll.

Marc Surer wurde in seiner ersten Reaktion deutlicher: "Das ist ein voller Erfolg für die FOTA", erklärte der Formel-1-Experte von 'Motorsport-Total.com'. "Die Drohung der FOTA hat Wirkung gezeigt und Max Mosley musste nachgeben. Das war auch nötig, denn Mosleys Alleingang hätte in einer Sackgasse geendet."

Trotzdem gab sich auch Surer "sehr erleichtert" über die Einigung, denn "zwei miteinander konkurrierende Serien wären ein Chaos geworden, in dem es nur Verlierer gegeben hätte. Das haben in den USA viele Jahre lang die ChampCars und die IndyCars bewiesen."

Auch Niki Lauda zeigte sich von dem schnellen Kompromiss angetan: "Es stand viel auf dem Spiel", erklärte der Österreicher gegenüber der 'APA'. "Es gibt keinen Sieger, aber auch keinen Verlierer. Niemand hat sein Gesicht verloren."

Das gelte auch für den scheidenden FIA-Präsidenten Max Mosley: "Meiner Meinung nach hat er das aber schon vorher gewusst und jetzt nur geschickt eingesetzt", so Lauda. "Er ist nicht abgesägt worden, sondern kandidiert einfach nicht mehr - das ist schon ein großer Unterschied." Am Wichtigsten war jedoch auch für den dreifachen Formel-1-Weltmeister, "dass sie sich nach all den Streitereien endlich geeinigt haben."

Fotoquelle: xpb.cc

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