Die Wege der alten Freunde Bernie Ecclestone und Max Mosley trennen sich

Formel 1 2009

— 25.06.2009

Ecclestone: "Guter Kompromiss" ohne Mosley

Bernie Ecclestone hat seinem alten Freund Max Mosley geraten, im Interesse der Formel 1 seinen Rücktritt anzubieten

Die gestern erzielte Einigung im Streit um die Zukunft der Formel 1 war ein FOTA-Sieg auf ganzer Linie. Großer Verlierer ist Max Mosley, denn nur einen Tag nach seiner Ankündigung, er werde sich im Oktober der Wiederwahl als FIA-Präsident stellen, musste er sein Amt räumen, um einen Kompromiss mit den acht rebellierenden Teams zu ermöglichen.

Mosley wird zwar erst wie geplant im Herbst abdanken, doch seine sportbezogenen Funktionen innerhalb der FIA übernimmt mit sofortiger Wirkung Michael Boeri. Diesen plötzlichen Sinneswandel herbeigeführt haben einerseits großer politischer Druck, andererseits aber auch Mosleys alter Freund Bernie Ecclestone, wie man hört. Der Brite soll seinen um neun Jahre jüngeren Landsmann dazu überredet haben, es endlich gut sein zu lassen.

Doch Ecclestone zeigte sich darum bemüht, Mosley nicht als Verlierer darzustellen: "Es gibt keine Sieger, nur einen guten Kompromiss", erklärte der Formel-1-Promoter. "Ich bin sehr, sehr glücklich, dass sich die Vernunft durchgesetzt hat. Ich habe immer daran geglaubt, denn die Alternative war nicht gut. Und ich muss auch sagen, dass ich sehr froh bin, dass die Teams nicht mehr Unmengen an Geld ausgeben werden."

Auch FOTA-Präsident Luca di Montezemolo kostete seinen Triumph nicht auf Kosten Mosleys aus. Darauf dürfte man sich bereits im Vorfeld verständigt haben, denn eine der entscheidenden Facetten des Streits war bekanntlich die Angst von beiden Seiten, das Gesicht zu verlieren. Es wäre billig von den FOTA-Repräsentanten, nun Mosleys Niederlage auszuschlachten und öffentlich Schadenfreude zur Schau zu stellen.

Mosley selbst gibt zu, dass es ohne die FOTA schwierig gewesen wäre, eine FIA-Weltmeisterschaft zu veranstalten: "Wir hätten zehn Teams zusammengekriegt, aber es wäre natürlich nicht die Formel 1 gewesen, die wir kennen", wird der FIA-Präsident von 'auto motor und sport' zitiert. Außerdem unterstrich er: "Bernie hat viel zu dieser Einigung beigetragen. Ohne die Formel 1 wäre sein Leben verpfuscht gewesen."

Was die Suche nach seinem Nachfolger angeht, so glaubt Mosley nicht, "dass Boeri an diesem Posten interessiert ist. Er ist für diesen Job auch zu alt." Dafür könnte er sich Ex-Ferrari-Teamchef Jean Todt durchaus vorstellen: "Ich möchte ihn nicht ausschließen." Sollten sich mehrere Kandidaten der Wahl stellen, dann würde Mosley eine Empfehlung abgeben. Er selbst wird aber definitiv nicht mehr zur Verfügung stehen.

Fotoquelle: xpb.cc

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