Max Mosley wünscht sich für die Zukunft einen stabilen Automobil-Weltverband FIA

Formel 1 2009

— 26.06.2009

Mosley: Die Unabhängigkeit der FIA steht auf dem Spiel

FIA-Präsident Max Mosley legte den Mitgliederklubs in einem Schreiben nahe, im Oktober einen starken und vielseitigen Vorsitzenden zu wählen

Der langwierige Regelstreit in der Formel 1 ist vorbei - doch nicht alle Beteiligten können sich damit anfreunden, wie das Ergebnis der Verhandlungen kommuniziert wurde. So betonte FIA-Präsident Max Mosley inzwischen mehrfach, dass dem Automobil-Weltverband keine Einigung aufgezwungen worden sei und dass er persönlich auch weiterhin in vollem Umfang seinem Tagesgeschäft als Präsident nachgehen werde. Entsprechende andere Aussagen verwies er ins Reich der Fabeln.

Darüber hinaus ließ Mosley in seinem Schreiben an die Mitgliederklubs der FIA aber offen, ob er sich Ende des Jahres noch einmal zur Wahl stellen lassen wird. In einem von 'Motorsport-Total.com' durchgesehenen Brief weist Mosley seine Adressaten zudem darauf hin, im Oktober auf einen starken FIA-Vorsitzenden zu setzen - Namen nannte Mosley dabei allerdings keine, wetterte dafür aber umso mehr gegen einzelne Aussagen nach der Einigung.

Die Unabhängigkeit der FIA als Richtlinie

"Die Frage nach dem FIA-Präsidenten stellt sich einzig und alleine den Mitgliederklubs der FIA und definitiv nicht den Automobilherstellern, aus denen die FOTA besteht", stellte Mosley heraus. "Einen FIA-Präsidenten zu haben, der unter dem Einfluss der Automobilhersteller stünde, würde die ausgezeichnete Arbeit unserer Organisation und die der Klubs in den Bereichen Sicherheit und Umweltbewusstsein einem unnötigen Risiko aussetzen."

"Die FIA braucht einen starken Präsidenten, der erfahren ist und über ein großes Wissen im Motorsport verfügt - besonders, was die Formel 1 anbelangt. Er sollte allerdings auch über andere automobile Angelegenheiten Bescheid wissen", erläuterte Mosley seine Vorstellungen und legte den Mitglieder-Klubs speziell ans Herz: "Wir müssen damit fortfahren, die Unabhängigkeit der FIA zu verteidigen, auch wenn das zu Schwierigkeiten im Sport führt."

"Uns steht ganz gewiss eine schwierige Zeit bevor", sagte Mosley. "Das könnte der Formel 1 kurzfristig Probleme bereiten. Es ist durchaus möglich, dass die FOTA eine eigenständige Serie ins Leben ruft. Das ist ihr Recht, solange sie es unter dem Internationalen Sportcode tun. Die Formel-1-Weltmeisterschaft wird allerdings auch weiterhin von der FIA geleitet werden, so wie das schon 60 Jahre lang geschieht."

Mosley: FIA hat sich nicht der FOTA gebeugt

"Die Meisterschaft musste schon in der Vergangenheit einige schwierige Zeiten überstehen und wird zweifelsohne auch in Zukunft wieder auf Probleme treffen. Das ist doch aber kein Grund, die Kontrolle an eine außen stehende Institution zu übergeben - noch viel weniger an eine Organisation, die kein Verständnis der Sportethik hat und die unter der Kontrolle einer Industrie steht, die wir ständig beobachten müssen."

Von einer Niederlage gegen die Teamvereinigung FOTA wollte Mosley hingegen nichts wissen: "Manche halten dieses Ergebnis für ein Kleinbeigeben der FIA und einen Coup der Teams, die mich loshaben wollen. Es gab sogar Behauptungen, wonach ich meiner Rolle als Präsident ab jetzt nicht mehr länger effektiv nachkommen würde. Diese Behauptungen sind schlichtweg falsch", erklärte der frühere Teamchef von March.

"Dem kann ich nur entgegen halten, dass die FIA ihre beiden sich selbst gesetzten Ziele erreicht hat: Die Kosten werden massiv gekürzt und es wird zusätzliche Teams geben", hob Mosley hervor und fügte an: "Ich werde mein Amt als Präsident der FIA bis zur Generalversammlung im Oktober im vollen Umfang ausüben. Alles andere wäre Verrat an dem Vertrauen, das man mir im vergangenen Jahr ausgesprochen hat."

Fotoquelle: xpb.cc

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