Ferrari könnte die Entwicklung am F60 bald zugunsten der Saison 2010 einstellen

Formel 1 2009

— 27.06.2009

Ferrari: Konzentration auf 2010?

Das italienische Ferrari-Team könnte schon bald damit beginnen, ausschließlich im Hinblick auf die kommende Saison zu entwickeln

Die Saison 2009 gestaltet sich anders, als es viele Experten und Fans erwartet hatten. Nicht die arrivierten Topteams sondern die vermeintlichen Underdogs dominieren das Feld - die amtierenden Weltmeister von Ferrari haben nach acht Rennen gerade einmal ein Podium geholt und bewegen sich noch immer nicht auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Dementsprechend machen sich die Roten schon seit geraumer Zeit Gedanken darüber, das Jahr 2009 vorzeitig abzuschreiben.

Auf der Homepage seines Rennstalls kündigte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo an, demnächst eine neue Entwicklungsrichtung einschlagen und den Rennwagen für 2010 entwickeln zu wollen. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere Performance in den kommenden Rennen weiter steigern können. Gleichwohl muss ich aber auch sagen, dass es überaus schwierig oder sogar unmöglich ist, den Wagen drastisch umzubauen", erklärte das Oberhaupt der Roten.

Aufgrund der fehlenden Testfahrten könne man einfach keine großen Schritte machen, meinte di Montezemolo und fügte an: "Man hat zu Saisonbeginn nun einmal ein Auto mit bestimmten Charakteristiken. Es ist unheimlich schwierig, so etwas im Jahresverlauf und von Rennen zu Rennen zu verbessern. Ich bin aber sehr optimistisch, dass wir uns steigern werden. Anschließend werden wir uns voll und ganz auf den Rennwagen für 2010 konzentrieren."

Im kommenden Jahr soll KERS nicht mehr am Start sein, dafür aber "klare Regeln, die wir nach der wichtigen Übereinkunft mit der FIA in der vergangenen Woche besiegelt haben", erläuterte di Montezemolo. "Leider hat die Saison mit einigen Grauzonen im Reglement begonnen. Es fällt schwer, eine richtige Interpretation zu liefern" - mit Ferrari, McLaren und Renault hätten gleich drei Weltmeisterteams bei ihrer Interpretation komplett daneben gelegen.

Aus diesem Grund, so di Montezemolo weiter, hätten diese Rennställe einen großen Rückstand auf die Rivalen und seien nicht mehr so konkurrenzfähig wie zuvor. "Das ist ein Grund für unser Streben nach stabileren, klaren und transparenten Regeln", kommentierte der italienische Ferrari-Präsident diesen Zustand und unterstrich einmal mehr, dass sich KERS letztendlich nicht als Vorteil für Felipe Massa und Kimi Räikkönen erwiesen habe.

"Wir haben bei unserem Wagen auf KERS gesetzt und schleppen daher viel mehr Gewicht mit uns herum als andere Teams, die KERS außen vor gelassen haben", sagte di Montezemolo und wünschte sich diesbezüglich Klarheit für 2010: "Wenn der Automobil-Weltverband KERS dann unbedingt einführen will, dann sollte es für alle gleich sein. Wir denken, dass es an der Zeit ist, wieder zu einem klaren Regelwerk zurückzukehren."

Fotoquelle: xpb.cc

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