Max Mosley und die FIA wollen weiterhin eine unabhängige Institution darstellen

Formel 1 2009

— 27.06.2009

Mosley: "Die FIA muss frei sein"

Max Mosley will den Automobil-Weltverband nicht den Wünschen der Autoindustrie ausgesetzt wissen - FIA soll weiterhin unabhängig bleiben

Vor wenigen Tagen wurde der Regelstreit in der Formel 1 beigelegt, doch FIA-Präsident Max Mosley will das nicht als Niederlage für den Automobil-Weltverband FIA verstanden wissen. Letztendlich habe die Teamvereinigung FOTA keineswegs den Weg diktiert, betonte Mosley und stellte heraus, dass die FIA über jegliche Art von Lobbyarbeit erhaben sei. Der Automobil-Weltverband soll auch künftig unabhängig agieren können und sich nicht von den Herstellern unter Druck setzen lassen.

Diese Ansicht vertrat Mosley einmal mehr in einem Schreiben an die Mitgliedsklubs der FIA, in das 'Motorsport-Total.com' Einblick hatte. Darin machte der FIA-Präsident deutlich, dass sich der Automobil-Weltverband keiner anderen Organisation unterordnen wird und ging näher auf einige Themen der vergangenen Tage ein: "Wir haben von der FOTA schon jede Menge Aussagen über ein unabhängiges Berufungsgericht gehört", meinte Mosley.

"Dennoch ist ein Hersteller-Team während der Kontroverse über den Doppeldiffusor an mich herangetreten und hat wiederholt versucht, mich dazu zu bringen, dem Berufungsgericht Einhalt zu gebieten und den Doppeldiffusor für illegal erklären zu lassen. Das FIA-Gericht würde einem solchen Vorpreschen freilich keinerlei Gehör schenken", erläuterte Mosley.

"Das zeigt aber in Bezug auf das angesprochene Team, dass ein 'unabhängiger' Gerichtshof nur unabhängig von den anderen Rennställen sein würde und gewissen anderen Interessen ausgeliefert wäre", sagte der Brite. "Als wir den EuroNCAP eingeführt haben, hat einer der großen Hersteller damit gedroht, die Formel 1 zu verlassen, wenn wir unsere Aktivitäten nicht einstellen."

Doch davon dürfe sich die FIA nicht beeindrucken lassen - auch nicht bei der Wahl ihres Vorsitzenden. Mosley: "Die Mitgliederklubs der FIA haben klar gemacht, dass sie es der Automobilindustrie niemals erlauben würden, zu entscheiden, wer oder wer nicht Präsident der FIA werden soll. Die FIA muss frei sein, damit sie der Autoindustrie die Stirn bieten kann, wenn es nötig ist."

Fotoquelle: xpb.cc

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