Für Peter Sauber verlangt die Reifenfrage in der Formel 1 eine besondere Antwort

Formel 1 2009

— 28.06.2009

Sauber: "So schaffen wir den Anschluss nicht"

Der ehemalige Teamchef Peter Sauber macht beim BMW Sauber F1 Team keine Fortschritte aus und spricht über die Reifensituation in der Formel 1

Rechtzeitig zum Großen Preis der Türkei hatte das BMW Sauber F1 Team ein neues Paket am Start, mit dem sich der deutsch-schweizerische Rennstall wieder ins vordere Mittelfeld zurückkämpfen wollte. Prompt holte Robert Kubica in Istanbul zwei Punkte, doch in Großbritannien lag die Mannschaft aus München und Hinwil schon wieder etwas weiter zurück. Gleiches galt auch für WM-Leader Jenson Button, der noch in der Türkei dominierte und siegte - in Silverstone blieb für den Briten nur Rang sechs.

Davon sind Kubica und Nick Heidfeld mit dem BMW Sauber F1.09 derzeit weit entfernt. "Wir hatten in Istanbul einen Schritt nach vorne gemacht, aber dann in Silverstone gleich wieder einen zurück", schrieb der frühere Teamchef Peter Sauber in seiner Kolumne beim 'Blick'. "So schaffen wir den Anschluss an die Spitze natürlich nicht. Alle Verantwortlichen sind jetzt gefordert, damit wir so schnell wie möglich aus dieser Talsohle herauskommen."

"Wie man richtig zulegt, das zeigt Red Bull", stellte Sauber heraus und erklärte: "Sie waren in Silverstone total überlegen, geradezu unantastbar. Sebastian Vettel fuhr vom Start weg auf und davon. Die Brawn-Autos waren erstmals 2009 nicht siegfähig. Ein wesentlicher Grund dafür waren die Reifen", meinte der Schweizer. "Für Außenstehende mag das völlig unverständlich klingen, denn schließlich fahren ja alle Piloten mit den gleichen Reifen."

"Tatsache ist aber, dass diese nur in einem sehr schmalen Fenster arbeiten", erläuterte Sauber und nannte ein Beispiel aus der jüngeren Formel-1-Vergangenheit: "Erinnern Sie sich, wie Sebastian Vettel beim Grand Prix von Monaco innerhalb weniger Runden seine Reifen zerstört hat? Dafür gibt es eine einfache Erklärung", sagte Sauber und verwies auf die unterschiedlichen Eigenschaften der aktuellen Topautos im Starterfeld.

"Der Red-Bull-Renault ist ein Auto, das aggressiv mit den Reifen umgeht, der Brawn-Mercedes und auch unser Auto sind dagegen eher sanft mit den Reifen - manchmal zu sanft", erläuterte der ehemalige Teambesitzer und fügte an: "Was in Monaco mit den weichen Reifen für Red Bull ein zu großes Handicap war, erwies sich in Silverstone plötzlich als ein klarer Vorteil" - entsprechend aggressiv konnte Vettel zu Werke gehen.

Fotoquelle: xpb.cc

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