"We kept the Faith" - Jenson Button genießt in Großbritannien viele Sympathien

Formel 1 2009

— 28.06.2009

Button: Auf einen Schlag im Rampenlicht

Der frühere Formel-1-Teamchef Peter Sauber über das Timing von Jenson Button, vor 2009 immer genau zur richtigen Zeit im falschen Auto zu sitzen

Wie Phönix aus der Asche kletterte Jenson Button zu Beginn dieser Saison an die Spitze der Formel 1 und hält sich seither hartnäckig auf dem Platz an der Sonne in der Gesamtwertung. Doch Peter Sauber erinnert sich noch sehr genau an die Zeit, als der Name Button zumeist am unteren Ende der Zeitentabelle auftauchte. Allzu lange ist es auch noch nicht her, dass Lewis Hamilton mit seinem McLaren-Mercedes die britischen Fans in Verzückung versetzte - doch die Zeiten haben sich geändert.

Nicht Hamilton ist derzeit "Everybody's Darling" auf der Insel, sondern Brawn-Pilot Button, der von den bisherigen acht Saisonrennen stolze sechs Grands Prix für sich entscheiden konnte. "Er ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie wichtig in der Formel 1 das Team beziehungsweise das Auto ist", meinte Sauber im 'Blick'. "Wenn wir die Qualität von Piloten beurteilen, dann beurteilen wir das Auto immer gleich mit - ob wir wollen oder nicht. Davor sind selbst Experten nicht gefeit."

Und dass der Brawn BGP 001 eine echte Granate ist, wird nach acht Rennen wohl niemand im Fahrerlager bestreiten wollen. Dank diesem schnellen Geschoss erlebte Button einen einmaligen Aufstieg vom Hinterbänkler zum WM-Leader. Sauber blickt zurück: "Gerade einmal drei WM-Punkte hat Button im vergangenen Jahr geholt - und man kann nicht behaupten, dass sich die Teamchefs vor dieser Saison um den Briten gerissen hätten."

"Button ist im Jahr 2000 in die Formel 1 eingestiegen und galt damals als Supertalent. Aber irgendwie hat er es immer wieder geschafft, zur richtigen Zeit im falschen Team zu sein", sagte der frühere Teambesitzer und fügte an: "Sein Stern war eigentlich schon untergegangen. Auf einen Schlag steht er nun im Rampenlicht und ist erster Anwärter auf den WM-Titel, wenngleich ihm Sebastian Vettel gehörig Druck macht", hielt Sauber fest.

Der Schweizer macht übrigens keinen Hehl daraus, dass er den aktuellen Topfavoriten auf die Weltmeisterschaft 2009 schon vor einigen Jahren gerne in seinem Team gehabt hätte. "Ich habe Ende 2002 in Hinwil versucht, Button für Sauber zu verpflichten", berichtet Sauber. "Das hat damals leider nicht geklappt." Stattdessen band sich Button bald darauf langfristig an BAR und Honda, doch erst in dieser Saison stellten sich die anvisierten Erfolge ein.

Anders Hamilton: Der frühere GP2-Titelträger mischte die Formel 1 schon in seiner Debütsaison 2007 mächtig auf und fuhr auf Anhieb um den WM-Titel mit, den er sich in seiner erst zweiten Saison schließlich sichern konnte. 2009 fährt der amtierende Weltmeister allerdings gnadenlos hinterher. "Ich bin mir sicher, dass er das Autofahren nicht verlernt hat", meint Sauber, "aber der McLaren-Mercedes lässt im Moment nicht mehr zu."

"Gut für ihn ist, dass er bereits beweisen konnte, was er kann", verwies der 65-Jährige auf die bisherigen Leistungen des jungen Briten und fügte an: "Button brauchte da deutlich mehr Geduld. Aber es gibt im Paddock wohl kaum jemanden, der ihm den Erfolg nicht gönnt. Denn er ist nicht nur ein sehr guter Rennfahrer, sondern auch ein netter Kerl" - und ganz nebenbei auf dem besten Wege, in diesem Jahr ganz groß aufzutrumpfen...

Fotoquelle: xpb.cc

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