Weltmeister Lewis Hamilton sortiert das Jahr 2009 als "charakterbildend" ein

Formel 1 2009

— 01.07.2009

Hamilton: "Ich bin erwachsener geworden"

Weltmeister Lewis Hamilton über die charakterbildende Saison 2009 und die Gründe, weshalb er nicht mit Jenson Button tauschen möchte

Lewis Hamilton, 2007 Vizeweltmeister und im Vorjahr sogar Champion der Königsklasse, erlebt gerade die schwierigste Saison seiner Karriere: Zwar hätte er es beim Auftaktrennen in Melbourne auf das Podium geschafft, doch dieses wurde ihm wegen der leidigen "Lügenaffäre" nachträglich aberkannt. Ansonsten hatte der Brite noch nicht viel zu lachen.

Sein McLaren-Mercedes zählt nicht zu den fünf konkurrenzfähigsten Autos im Feld und hat damit aus eigener Kraft keine Chance auf Grand-Prix-Siege. Trotzdem würde Hamilton seinen MP4-24 nicht gegen den Brawn-Mercedes BGP 001 von Seriensieger Jenson Button eintauschen: "Der McLaren-Mercedes ist mein Auto. Das habe ich in den letzten drei Jahren mitentwickelt - und auch wenn es dieses Jahr nicht so schnell ist, bin ich doch stolz, wenn ich einsteigen darf."

Gegenüber den Kollegen von der 'Sport Bild' liefert der 24-Jährige auch eine Erklärung dafür, dass er für kein anderes Team fahren möchte: "Sie müssen sich das so vorstellen, als wenn Sie Ihr erstes Auto kaufen. Das wird immer etwas ganz Besonderes für Sie bleiben - so wie der McLaren für mich", sagt Hamilton. Allerdings hat er zum MP4-24 kein besonderes Verhältnis, sodass er die Saison 2009 am liebsten vorzeitig abhaken würde.

"Es darf uns nicht mehr interessieren, wo wir am Ende der Meisterschaft stehen. Wir müssen jetzt alles dafür tun, dass wir 2010 wieder das beste Auto im Feld haben", fordert Hamilton und fügt bezugnehmend auf sein persönliches Wohlbefinden als Sportler an: "Harte Zeiten tragen zur Charakterbildung bei. Ich bin in diesen paar Monaten erwachsener geworden, denn ich habe gelernt, mit Niederlagen umzugehen."

Er habe diese Saison mehr gelernt als in allen anderen davor, betont Hamilton und verbirgt seine Enttäuschung nicht. Allerdings steckt er nicht den Kopf in den Sand, schließlich führt er immer noch ein beneidenswertes Leben: Traumberuf Formel-1-Rennfahrer, ein millionenschweres Bankkonto, einen weltberühmten Popstar als Freundin - und genau deswegen ist ihm bewusst, dass er "die Perspektive nicht verlieren" darf.

"Ich habe bei einem PR-Termin Kinder gesehen, die Krebs haben und damit klarkommen - und ich rede über ein schlechtes Auto! Ich habe nichts, über das ich mich beschweren sollte! Ich weiß, dass ich in einer privilegierten Situation bin. Wenn ich wollte, könnte ich in Filmen mitspielen oder hätte sogar die Chance, Musik zu machen", gibt Hamilton zu Protokoll - und beweist damit, dass er sein Leben vor dem Weltruhm noch nicht vergessen hat...

Fotoquelle: xpb.cc

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