Adrian Campos plant mit seiner Mannschaft den Formel-1-Einstieg 2010

Formel 1 2009

— 02.07.2009

Dallara-Campos will am 10. Januar auf die Strecke

Bei Campos und Dallara laufen die Vorbereitungen auf den Formel-1-Einstieg 2010 auf Hochtouren: 200 neue Leute werden rekrutiert

Whrend sich die zehn aktuellen Teams der Knigsklasse auf den nchsten Grand Prix des Jahres auf dem Nrburgring vorbereiten, luft die Entwicklungsmaschinerie bei US F1, Manor und Campos auf Hochtouren. Die drei Neueinsteiger fr 2010 haben Zeitdruck, mssen schnell ein konkurrenzfhiges Auto auf die Rder stellen, um ab der neuen Saison nicht hoffnungslos hinterherzufahren.

"Unser Modell wird in der kommenden Woche schon erstmals im Windkanal stehen", beschrieb Adrian Campos die Fortschritte seiner Mannschaft voller Stolz gegenber 'Autosport'. Der Spanier selbst hat den Entwicklungen nur bedingt Anteil, denn das Design findet bei Dallara statt. "Wir haben ein Unternehmen namens Dallara-Campos gegrndet", so der Teamchef. "Die Autos werden in einer neuen Fabrik gebaut. Zurzeit suchen wir 200 neue Leute."

Das Unternehmen Formel-1-Einstieg luft endlich flssig, nachdem sich whrend der Hochphase des Streits zwischen FIA und Teamvereinigung FOTA viele Fragezeichen ergaben. "Ich mchte gern, dass sich alle unter einem Dach zusammenfinden. Ob sich das nun FOTA nennt oder anders, ist mir egal", so Campos. "Alle sieben Jahre gibt es in der Formel 1 anscheinend ein Erdbeben. Dies war so eines. Jetzt sind die Tren fr eine Lsung geffnet und als neues Team wollen wir uns einbringen."

Bei Technikpartner Dallara laufen die Vorbereitungen bereits seit drei Monaten. Trotz aller Unwgbarkeiten auf der politischen Formel-1-Bhne wollte man keine wertvolle Zeit bei der Entwicklung des Boliden fr 2010 verstreichen lassen. "Ziel ist es, den Wagen am 10. Januar auf die Strecke zu bringen", so Unternehmenschef Gian Paolo Dallara. "Ich hoffe, der Wagen wird auf Anhieb schnell sein. Das hoffe ich fr Campos, aber auch fr uns."

Dallara hatte beim letzten groen Auftritt in er Knigsklasse nur wenig beeindrucken knnen. Die damaligen Autos der Scuderia Italia hatten zwischen 1988 und 1992 im Vergleich zu Ferrari nur eine hnliche Farbe - Erfolge blieben aus. "Wir haben starke Leute dazugeholt", so Dallara. "Gabriele Tredozi zum Beispiel, der Jahre lang Technikchef bei Minardi war. Oder auch Ben Agathangelou, der als Aerodynamiker bei Red Bull und Honda war." 40 Fachleute arbeiten bei Dallara am Design, 40 weitere sollen bald hinzukommen.

Fotoquelle: GP2/LAT

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