Jahrelang pilgerten die Rennfans nur wegen Michael Schumacher an den Ring

Formel 1 2009

— 06.07.2009

Die Deutschen am Ring: Von Adrenalin bis Visitenkarte

Wie viele andere Rennfahrer, so verbinden auch die fünf deutschen Stammpiloten der Formel 1 viele schöne Erinnerungen mit dem Nürburgring

Der Nürburgring flößt Rennsportfans und Fahrern seit jeher großen Respekt ein. Auch wenn die Formel 1 schon seit geraumer Zeit nicht mehr auf der legendären Nordschleife unterwegs ist, so lebt der Mythos Nürburgring im Fahrerlager dennoch weiter - und spielt auch in den Karrieren der deutschen Formel-1-Piloten nicht unbedingt nur eine Nebenrolle. Das deutsche Quintett verbindet viele schöne Erinnerungen mit dem Nürburgring, aber auch weniger erfolgreiche Rennmomente.

BMW Sauber F1 Team Pilot Nick Heidfeld ist schon von klein auf mit dem Ring bekannt. "Dort habe ich Fahrradfahren gelernt - ich wohnte ja nur eine Stunde weg", sagte der 32-Jährige gegenüber 'Auto Motor und Sport. "Ich bin auf dem Schoß meines Vaters die erste Runde gefahren und hatte dort auch mein erstes Kart-Rennen" - 1997 gesellte sich am Nürburgring prompt noch der Titel in der Formel 3 dazu.

Den bisherigen Höhepunkt erlebte Heidfeld allerdings nicht etwa auf dem neuen Grand-Prix-Kurs: "Ich bin vor zwei Jahren mit dem BMW Sauber F1 Rennwagen über die Nordschleife gefahren", berichtete Nick und schwärmt noch immer von diesem einzigartigen Erlebnis. Shootingstar Sebastian Vettel kann dies voll und ganz nachvollziehen, denn auch er kennt die Nordschleife seit einigen Jahren aus der Fahrerperspektive.

"Ich bin 2005 mit einem BMW 330 Diesel Coupé zum ersten Mal über die Nordschleife gedüst", erzählte der Red-Bull-Pilot. "Da ich die Strecke nicht kannte, bin ich einem Bekannten hinterhergefahren. Wir sind so geheizt, da war soviel Adrenalin im Spiel, dass mir im Abschnitt Ex-Mühle das Bremspedal durchgefallen ist. Den Rest der Runde habe ich nur noch die Bremsen gekühlt", schilderte Vettel seine Erlebnisse.

Wenn Williams-Fahrer Nico Rosberg an den Nürburgring denkt, dann kommt ihm als erstes der Lauf zur Formel BMW Meisterschaft 2002 in den Sinn. "Es war erst mein drittes Rennen in einem Formel-Auto - und ich habe es gewonnen", meinte Rosberg. "Zwei Runden vor Schluss bin ich mit einem Supermanöver in Führung gegangen - vor den Augen der ganzen Formel-1-Leute. Da habe ich zum ersten Mal meine Visitenkarte abgegeben."

Auch Timo Glock denkt nur allzu gerne zurück an frühere Leistungen am Nürburgring und nennt seinen Sieg im GP2-Sprint 2007 als bislang beste Erinnerung an den Ring: "Dieser Sieg kam nach einer kleinen Durststrecke von zwei verkorksten Rennen. Es war ein entscheidender Erfolg für den Titelgewinn und für meine Zukunft in der Formel 1. Daraufhin sind die ersten echten Kontakte zur Szene zustande gekommen."

Hört er den Begriff "Nürburgring", dann kommt Adrian Sutil automatisch auf die urigen Bedingungen zu sprechen. "Normalerweise mag ich das wechselhafte Eifelwetter, weil Regen immer für zusätzliche Spannung sorgt. Beim Grand Prix 2007 war ich das Opfer", sagte Sutil. "Bei strömendem Regen habe ich schlagartig die Kontrolle über mein Auto verloren und bin so hart in die Mauer eingeschlagen, dass ich mit den Füßen das Lenkrad abgerissen habe."

Fotoquelle: xpb.cc

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