Ken Andersons Pläne für den Einstieg in die Formel 1 gedeihen prächtig

Formel 1 2009

— 07.07.2009

US F1: Sponsoren für das 21. Jahrhundert

Noch im Juli will US F1 die Finanzstruktur und die wichtigsten Sponsoren bekannt geben - Kooperation mit Videoplattform YouTube geplant

Von den drei neuen Teams, die sich für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 eingeschrieben haben, scheint US F1 derzeit das mit Abstand seriöseste Projekt zu sein. Denn während Campos und Manor bis dato noch nicht einmal den Ansatz einer Infrastruktur vorweisen können, hat US F1 in North Carolina mit den 20 ersten Mitarbeitern bereits eine Fabrik bezogen.

Für Teamchef Ken Anderson und Sportdirektor Peter Windsor geht es nun vor allem darum, eine finanzielle Struktur auf die Beine zu stellen. In den vergangenen Wochen kamen Gerüchte auf, wonach die Videoplattform YouTube als Sponsor einsteigen könnte, was Windsor zumindest nicht dementiert. Als Indiz dafür darf gewertet werden, dass YouTube-Geschäftsführer Chad Hurley in Silverstone Gast von US F1 war.

Bekanntgabe noch im Juli?

Doch auch wenn sich die Anzeichen für einen Deal verdichten, möchte Anderson YouTube noch nicht als Sponsor bestätigen: "Die Sponsoren wollen ihre Engagements nach ihren eigenen Bedingungen bekannt geben", erklärt der US-Amerikaner auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Ich denke aber, dass wir unsere Struktur mit Investoren und Sponsoren innerhalb der nächsten Wochen bekannt geben werden, sicher noch im Juli."

Kollege Windsor ist etwas auskunftsfreudiger: "Ich habe Chad in Silverstone getroffen. Die Leute bringen ihn mit unserem Team in Verbindung, was uns ungemein schmeichelt - und wer weiß? Wir haben in nächster Zeit zahlreiche Bekanntgaben zu machen und wir werden die Identitäten all unserer Investoren und viele andere Dinge verlautbaren." Die Gruppe an Investoren und Sponsoren sei für das 21. Jahrhundert zukunftsweisend, "wie es sich heute noch niemand vorstellen kann".

"Die Finanzen stehen", bestätigt Anderson gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Es ist nicht so, dass wir einen Copyshop aufsperren, sondern ein Formel-1-Team - und dafür brauchst du Kapital. Die Sponsoringverhandlungen gehen weiter, aber wir sind in diesem Bereich sehr gut aufgestellt. Vor ein paar Wochen war es noch schwieriger, denn die Sponsoren haben uns ständig angerufen, ob es nun eine Alternativserie geben wird oder nicht. Das war jeden Tag ein neues Abenteuer!"

Nicht nur zwei Teilhaber

Jetzt sei aber wieder Ruhe eingekehrt - für die kommerziellen Aktivitäten des US-F1-Projekts ein Segen. Anderson und Windsor sind übrigens entgegen verbreiteter Annahmen nicht die einzigen Teilhaber des Rennstalls: "Peter und ich halten zwar ein großes Stück der Anteile, aber wir haben auch einen Teil verkauft, um das notwendige Kapital für den Einstieg zusammenzubekommen", enthüllt Anderson.

Dass die ursprünglich geplante Budgetobergrenze wieder gekippt wurde, ändert für US F1 übrigens nichts, denn Anderson und Windsor haben sich bereits im Dezember bei der FIA eingeschrieben, als von einer Budgetobergrenze noch gar keine Rede war. Trotzdem wollen sich die beiden Motorsportenthusiasten nicht auf ein teures Wettrüsten mit den Automobilherstellern einlassen, sondern sie planen eine besonnenere Budgetpolitik.

"Auch wenn die Budgetobergrenze weg ist, sagen die Teams nicht, dass sie weiterhin 250 bis 400 Millionen Dollar pro Jahr ausgeben werden. Sie alle werden sparen", sagt Windsor. "Ganz egal, welchen Betrag man nun nimmt, ob 30 Millionen oder 200: Wir sagen, dass wir aus diesem Betrag mehr machen können, weil wir die Dinge anders angehen." Dass das Team aus dem Nichts aufgebaut wird, sei in Sachen Kostenkontrolle eine große Hilfe.

Fotoquelle: Dieter Rencken

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