Die Teamvereinigung FOTA ist verärgert über das Vorgehen der FIA

Formel 1 2009

— 08.07.2009

FOTA sauer: Krieg noch nicht beigelegt!

Weil die FIA nicht zu ihren Zusagen vom 24. Juni steht, geht der Formel-1-Krieg wieder von vorne los: "Zukunft der Formel 1 ist in Gefahr"

Am 24. Juni einigten sich die Teamvereinigung FOTA und der Automobilweltverband FIA grundstzlich auf eine Beilegung des Streits hinter den Kulissen, der die Zukunft der Formel 1 gefhrdet hatte. Doch nur zwei Wochen spter kann von Frieden keine Rede mehr sein, wie sich heute bei einem wichtigen Treffen aller 13 Teams mit der FIA in Deutschland zeigte.

Die FIA gab nach dem Meeting der Sportlichen Arbeitsgruppe unter anderem offiziell bekannt, dass die FOTA-Teams die Diskussionen vorzeitig beendet und den Raum verlassen hatten. Die genauen Hintergrnde waren zunchst nicht bekannt. Jetzt uert sich jedoch auch die FOTA zu den Vorfllen, die einen neuerlichen Ausbruch des Kriegs um die Zukunft der Knigsklasse des Motorsports wahrscheinlich erscheinen lassen.

Kein Stimmrecht fr die FOTA-Teams

Die Teams wurden im Rahmen des Treffens von FIA-Mann Charlie Whiting davon in Kenntnis gesetzt, dass die acht FOTA-Mitglieder derzeit nicht als fr die Weltmeisterschaft 2010 eingeschrieben gelten und daher innerhalb der Sportlichen beziehungsweise Technischen Arbeitsgruppe auch kein Stimmrecht haben. Dabei wurden die Nennungen der FOTA-Teams laut FIA-Pressemitteilung vom 24. Juni ausdrcklich akzeptiert.

"Angesichts dieser Behauptungen baten die FOTA-Reprsentanten um eine Verschiebung der heutigen Meetings. Dies wurde unter der Begrndung abgelehnt, dass kein neues Concorde-Agreement zugelassen werden kann, solange die Regeln fr 2010 nicht einstimmig angenommen sind. Dabei steht fr die FOTA-Teams fest, dass die Basis fr das Technische und Sportliche Reglement bereits in Paris festgelegt wurde", heit es in einer FOTA-Pressemitteilung.

Von einer erforderlichen Einstimmigkeit aller Teams sei im Rahmen der Einigung von Paris keine Rede gewesen, behauptet die FOTA. Hintergrund: Die fnf Nicht-FOTA-Teams haben schon bei der FIA fr 2010 genannt, als die Budgetobergrenze noch als ratifiziert galt. Sollte das Reglement also wie zwischen FIA und FOTA vereinbart doch noch verndert werden, knnten Campos, Force India, Manor, US F1 und Williams die FIA theoretisch verklagen.

FOTA sieht Zukunft der Formel 1 in Gefahr

Das ist jedoch das Problem der FIA und nicht der FOTA. Die Teamvereinigung ist angesichts der heutigen Entwicklungen uerst verrgert und befrchtet, dass der Krieg um die Zukunft der Knigsklasse nun wieder von vorne beginnen knnte: "Sich gegen die Entscheidung des Motorsport-Weltrats und die Details der Vereinbarung von Paris zu stellen, bringt die Zukunft der Formel 1 in Gefahr", so das heutige FOTA-Statement.

Und weiter: "Demzufolge konnten die FOTA-Reprsentanten beim anschlieenden Meeting der Technischen Arbeitsgruppe ihre Rechte nicht ausben und hatten keine andere Wahl, als ihre Teilnahme zu beenden. Die FOTA-Mitglieder hatten die Vereinbarung von Paris und die anschlieenden Diskussionen in gutem Glauben und im Wunsch unternommen, mit allen neuen und bestehenden Teams an der Zukunft der Formel 1 zu arbeiten."

Fotoquelle: FOTA

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