Mark Webber sicherte sich im ersten Freien Training die Bestzeit

Formel 1 2009

— 10.07.2009

Auftakt an der Nürburg: Webber vor Button

Während Sebastian Vettel mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, fuhr sein Red-Bull-Teamkollege im ersten Freien Training Bestzeit

Hinter den Kulissen ist weiterhin die Politik das bestimmende Thema, aber heute Morgen ging es am Fuße der Nürburg zumindest mal für 90 Minuten vordergründig um den Sport. Zwar dauerte es wegen der windigen und nur knapp über zehn Grad kalten Bedingungen eine Weile, bis das erste Freie Training zum Grand Prix von Deutschland in Gang kam, aber dann wurde doch recht viel gefahren.

"Das Wetter ist hier immer ein bisschen unbeständig. Dass es so kalt wird, damit hätten wir aber nicht gerechnet", erklärte Timo Glock, der mit seinem an der Nase umgestalteten Toyota trotz eines stattlichen Pensums von 23 Runden nur Vorletzter wurde und 1,829 Sekunden auf die Bestzeit einbüßte. Diese ging in 1:33.082 Minuten an Mark Webber (Red-Bull-Renault/19 Runden), der damit bis auf eine halbe Sekunde an die Freitagsbestzeit von 2007 herankam.

Technisches Problem bei Vettel

Dennoch verlief die Session für die "roten Bullen" aus Österreich nicht ganz nach Wunsch, denn Lokalmatador Sebastian Vettel musste seinen RB5 nach knapp einer Stunde in der ersten Kurve abstellen. Die Crew leistete jedoch ganze Arbeit, kam dem Elektronikdefekt auf die Schliche und schickte Vettel knapp fünf Minuten vor Schluss wieder auf die Strecke. So konnte der Publikumsliebling insgesamt 13 Runden absolvieren.

Vettel landete mit einem Rückstand von 0,827 Sekunden an achter Stelle und war damit hinter Nico Rosberg (7./Williams-Toyota/+ 0,820/26 Runden) zweitbester Deutscher. Pech hatte von den Lokalmatadoren Adrian Sutil: Der Force-India-Mercedes-Pilot lag phasenweise an zweiter Position, rollte dann aber wenige Minuten vor Vettel an der exakt gleichen Stelle im ersten Sektor aus. "Ich konnte keinen Gang mehr einlegen, aber für das zweite Training kriegen wir das hin", seufzte er.

Sutil drehte nur sechs Runden und war um 2,010 Sekunden langsamer als Spitzenreiter Webber. Damit blieb die "rote Laterne" an ihm hängen und nicht an Rubens Barrichello (12./Brawn-Mercedes/+ 1,145/17 Runden), der trotz emsigen Fahrens lange Zeit an letzter Position gelegen war, sich aber ganz am Ende mit zwei schnellen Runde noch nach vorne schieben konnte. Für Teamkollege Jenson Button (+ 0,381/18 Runden) lief es besser: Platz zwei.

Noch zwei Teams mit KERS

Dritter wurde Felipe Massa (Ferrari/+ 0,663/21 Runden), gefolgt von Jarno Trulli (Toyota/+ 0,713/23 Runden) und Überraschungsmann Giancarlo Fisichella (Force-India-Mercedes/+ 0,757/26 Runden). Fisichella bekam seine Reifen offenbar besser auf Temperatur als einige Konkurrenten - vor allem Barrichello schien damit Schwierigkeiten zu haben. Generell kamen heute Morgen zunächst nur die härteren Pneus zum Einsatz.

Bei Ferrari - Kimi Räikkönen (+ 0,758/23 Runden) wurde Sechster - kam zu Beginn eine neue Nase zum Einsatz, die mit ihren Höckern jener von Red Bull nachempfunden ist. Später wechselten Massa und Räikkönen aber wieder auf die alte Variante zurück. Auch Toyota entwickelte in den drei Wochen seit Silverstone eine vergleichbare Lösung, die mit einem blauen Klebeband - und somit optisch äußerst unglücklich - abgedichtet wurde.

Neben Ferrari ist McLaren-Mercedes übrigens das einzige Team, das weiterhin auf das Energierückgewinnungssystem KERS vertraut. Allerdings funktionierte KERS bei Lewis Hamilton nicht richtig, was Anpassungen der Bremsbalance erforderlich machte. Der Weltmeister sicherte sich nach 14 Runden mit 1,401 Sekunden Rückstand den 13. Rang und landete damit unmittelbar vor Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 1,612/23 Runden).

Fotoquelle: xpb.cc

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