Ein Reifenschaden verhinderte heute ein Topergebnis von Lewis Hamilton

Formel 1 2009

— 12.07.2009

Whitmarsh trauert möglichem Sieg nach

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh glaubt, dass Lewis Hamilton ohne Reifenschaden eine Chance auf den Sieg gehabt hätte

Der neue Diffusor von McLaren-Mercedes, der an diesem Wochenende nur Lewis Hamilton zur Verfügung stand, scheint Früchte zu tragen: Hamilton konnte im Qualifying zumindest mal in der Ferne wieder eine Pole-Position riechen und schoss am Start auf dem Nürburgring sogar in Führung. Doch damit war das silberne Feuerwerk heute auch schon wieder abgefackelt.

Denn der spätere Sieger Mark Webber touchierte am Start nicht nur Rubens Barrichello, wofür er mit einer Durchfahrstrafe belegt wurde, sondern er schlitzte ein paar Sekunden später mit seinem Frontflügel auch den rechten Hinterreifen von Hamilton auf, der aus diesem Grund in der ersten Kurve nach außen rutschte, langsam an die Box zurückrollen musste und nach dem Reparaturstopp keine Chance mehr hatte, ernsthaft ins Rennen einzugreifen.

Dabei hat die Performance des MP4-24 gestimmt: Hamilton war im Top-10-Finale am Samstag benzinbereinigt gleich schnell wie Barrichello im Brawn-Mercedes. Sein Benzin hätte im ersten Stint voraussichtlich bis in die 17. oder 18. Runde gereicht - damit wäre er nur ein bis zwei Runden früher reingekommen als Webber. Angesichts dessen Durchfahrstrafe wäre das eine hervorragende Ausgangsposition gewesen.

"Mark hat in der ersten Kurve den Reifenschaden verursacht. Ich glaube, wenn Lewis als Führender aus der Kurve herausgekommen wäre, wie es eigentlich hätte sein sollen, dann wäre er nur schwer zu schlagen gewesen", vermutet McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. "Das ist enttäuschend, aber wir haben dieses Wochenende Fortschritte gemacht und müssen sicherstellen, dass wir weiterhin pushen. Vielleicht klappt es beim nächsten Rennen mit einem besseren Ergebnis."

Dass es Webber nicht einfach gehabt hätte, Hamilton zu überholen, demonstrierte Kovalainen mit dem alten MP4-24, als er dank KERS den eigentlich viel schnelleren Jenson Button problemlos in Schach hielt. Aber vielleicht holen die Silberpfeile ja auf dem Hungaroring, der die Stärken des Fahrzeugs forcieren sollte, das nach, was sie heute versäumt haben. Whitmarsh: "Wir fahren immer auf Sieg! Hoffentlich haben wir dort das Material dafür..."

Fotoquelle: xpb.cc

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