Tabellenführer Nico Hülkenberg: Über den GP2-Titel in die Formel 1?

Formel 1 2009

— 13.07.2009

Hülkenberg: "Ich bin reif für die Formel 1"

Der Nächste bitte: Nürburgring-Doppelsieger und GP2-Tabellenführer Nico Hülkenberg will bei Williams den Formel-1-Durchbruch schaffen

Auf dem Formel-1-Fahrermarkt kommt die Silly-Season langsam aber sicher in Schwung. Bei Toro Rosso wird, so die Gerüchteküche, aller Wahrscheinlichkeit nach Red-Bull-Junior Jaime Alguersuari den glücklosen Sébastien Bourdais ersetzen, obwohl eine offizielle Bestätigung noch aussteht. Ein ähnliches Szenario droht bei Renault, wo Romain Grosjean offenbar dicht vor einem Formel-1-Debüt anstelle von Nelson Piquet steht.

Da traf es sich bestens, dass Nico Hülkenberg am Nürburgring mit seinem GP2-Doppelsieg vor den Augen der versammelten Formel-1-Teamchefs zu überzeugen vermochte, der ihm - ganz nebenbei - auch die GP2-Tabellenführung einbrachte. Auf der Pressekonferenz am Sonntag gab sich der Emmericher gut aufgelegt: "Das bedeutet, dass wir diese Position für die nächsten fünf Rennwochenenden behalten müssen. Dann sind wir glücklich."

Klar, denn dieses wäre gleichbedeutend mit dem GP2-Titel 2009, womit Hülkenberg nach Nico Rosberg und Timo Glock der dritte Deutsche in fünf Jahren wäre, dem dieses Kunststück gelingen würde. Beide fahren inzwischen in der Formel 1 und Hülkenbergs Nürburgring-Auftritt war dafür natürlich ein Bewerbungsschreiben erster Güteklasse.

Nächste Station: Williams F1?

Die Konsequenzen sind nach dem Titel in der A1GP-Serie, der Formel-3-Euroserie und der Tabellenführung in der GP2 absehbar: "Ich bin reif für die Formel 1", erklärte der 21-Jährige nun gegenüber der 'FAZ'. Ähnlich wie Alguersuari (Red Bull) und Grosjean (Renault) arbeitet Hülkenberg bereits im Formel-1-Dunstfeld bei Williams. Dort ist er nicht nur der aktuelle Testfahrer, sondern absolviert in der Williams-Fabrik in Oxfordshire auch ein umfangreiches Praktikum.

"Ich gehe früh in die Fabrik und laufe nun für ein Jahr jede Abteilung durch", berichtete Hülkenberg. "Von der Mechanik über die Aerodynamik bis zur Elektronik, von der Fertigung bis zur Montage. Ein Fahrer muss verstehen, wie ein Rennwagen funktioniert. Das war mein Wunsch."

Seine große Hoffnung besteht in einem Wechsel von Nico Rosberg, der ein Williams-Einsatzcockpit frei werden ließe. Angeblich gibt es zwischen Hülkenberg-Manager Willi Weber und Frank Williams bereits ein Vorgriffsrecht für die Saison 2010. Und Letzterer hält auch große Stücke auf den Deutschen: "Alles, was ich bisher von ihm gesehen habe, deutet auf eine große Zukunft hin."

Fotoquelle: xpb.cc

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