Robert Kubica und Nick Heidfeld hoffen auf Punkteplätze in Ungarn

Formel 1 2009

— 17.07.2009

BMW Sauber F1 Team: Gedämpfte Erwartungen

Nick Heidfeld und Robert Kubica mögen die Strecke in Ungarn zwar sehr gern, rechnen aber nicht mit Topresultaten in Budapest

Nach Landpartien in Northampton und der Eifel steht für die Formel 1 jetzt wieder ein Auftritt in Hauptstadtnähe an. Der Große Preis von Ungarn findet vom 24. bis 26. Juli auf dem winkligen Hungaroring vor den Toren Budapests statt. "Das Rennen in Ungarn ist für mich etwas sehr Besonderes", meinte Robert Kubica und erklärte: "Dort habe ich 2006 in der Formel 1 debütiert, und zu diesem Grand Prix kommen immer sehr viele polnische Fans, weil Budapest nicht allzu weit weg ist von Polen."

"Im vergangenen Jahr war die Atmosphäre unglaublich. Ich hatte den Eindruck, ich sei in Polen. Der Hungaroring ist speziell, tückisch und körperlich anstrengend. Auf der Geraden kann man mal kurz entspannen, ansonsten folgt Kurve auf Kurve. Wenn man aus der einen herauskommt, muss man schon die nächste anbremsen und einlenken", beschrieb Kubica weiter. "Zusätzlich ist es meistens sehr heiß in Ungarn, was die Fahrer und die Reifen zusätzlich beansprucht. Weil viele Kurven sehr uneben sind, ist die Fahrzeugbalance besonders wichtig."

Auch Teamkollege Nick Heidfeld kommt gern nach Ungarn. "Die Strecke liegt mir, und ich habe auch einige schöne Erinnerungen an Rennen dort und in der Vergangenheit gute Ergebnisse erzielt", so der Mönchengladbacher. "1999 habe ich in Ungarn vorzeitig meinen Formel-3000-Titel geholt, 2006 und 2007 stand ich für das BMW Sauber F1 Team auf dem Podium."

"Meistens erwarten uns in Ungarn hohe Außentemperaturen. Das macht mir physisch nichts aus, obwohl die Rennen auf diesem winkligen Kurs immer sehr anstrengend sind, und könnte uns helfen, die Reifen in das Temperaturfenster zu bringen, in dem sie funktionieren. Negativ auf die Haftung wirkt sich vor allem zu Beginn des Wochenendes immer der Staub aus, der vom Umland auf die Strecke weht", fasste Heidfeld zusammen.

"Zum Großen Preis von Ungarn reist unser Team in diesem Jahr mit gedämpften Erwartungen", stellte Mario Theissen klar. "Unser Auto war bisher einfach nicht schnell genug für vordere Plätze. Dennoch entwickeln wir den F1.09 mit Hochdruck weiter. Aus zwei Gründen: Das in diesem Jahr neue Aerodynamik-Reglement wird sich zur nächsten Saison nicht ändern."

"Was wir am aktuellen Auto lernen, fließt nahezu 1:1 ins Konzept des F1.10 ein", erklärte der BMW Motorsport Direktor. "Außerdem ist unter dem geltenden Testverbot das Rennwochenende die einzige Möglichkeit, neue Erkenntnisse und Komponenten im Fahrbetrieb zu erproben. Diese Chance darf man nicht auslassen. Darüber hinaus wollen wir natürlich unseren Fans und nicht zuletzt uns selbst beweisen, dass wir auch in der Lage sind, einen Rückstand aufzuholen."

"Der Hungaroring ist nach dem Stadtkurs von Monaco die Strecke mit der zweitniedrigsten Durchschnittsgeschwindigkeit", meinte Willy Rampf. "Die vorwiegend langsamen und mittelschnellen Kurven folgen sehr dicht aufeinander, und die Start-Zielgerade ist relativ kurz. Weil immer wieder Schmutz auf die Strecke weht, ist das Grip-Niveau jeweils zu Beginn der einzelnen Trainingssitzungen entsprechend niedrig. Untersteuern kann die Folge sein."

"Bei der Abstimmung des Autos konzentriert man sich vor allem auf den Mittelsektor, der aus vielfältigen Kurvenkombinationen besteht. Zu berücksichtigen gilt es auch, dass die Hinterreifen im Rennen stark beansprucht werden. In Ungarn sind die Luft- und Asphalttemperaturen traditionell sehr hoch, was der optimalen Nutzung der Reifen entgegenkommen sollte", so der Technische Direktor im BMW Sauber F1 Team.

Fotoquelle: xpb.cc

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