Piquet und Alonso: Endlich gehen beide mit dem neuen Aeropaket an den Start

Formel 1 2009

— 17.07.2009

Renault: Neue Chance für Piquet

Renault bestätigt den Einsatz von Nelson Piquet auf den Hungaroring, Fernando Alonso hofft auf weitere Fortschritte mit dem R29

Renault hat sich deutlich verbessert. Das steht seit dem Grand Prix auf dem Nürburgring fest. Allerdings konnten die Franzosen ähnlich wie McLaren-Mercedes nicht die Früchte der anstrengenden Entwicklungsarbeit einfahren. Fernando Alonso markierte zwar die deutlich schnellste Rennrunde, musste sich aber letztlich mit Rang sieben begnügen.

"Wir haben uns zweifellos verbessert, und die jüngsten Upgrades machen uns deutlich konkurrenzfähiger", analysierte der Spanier. "Schade, dass mir der Regen im Qualifying einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Von Startplatz zwölf aus konnte ich in der ersten Rennhälfte nicht das wahre Potenzial des R29 zeigen. Als ich schließlich freie Bahn hatte, konnte ich die Pace meines Wagens voll ausspielen. Insgesamt elf Mal markierte ich die schnellste Rundenzeit. Dies beweist, dass wir über das Potenzial für einen Podestplatz verfügten. Es ist natürlich immer einfach, davon zu reden, was hätte sein können. Aber nur zwei Punkte einzufahren, war letztendlich etwas enttäuschend."

Alonso kommt mit guten Erinnerungen nach Ungarn. Dort konnte der Doppelweltmeister 2003 seinen ersten Sieg markieren. "Es war zugleich der erste Erfolg für Renault seit der Rückkehr in die Formel 1. Das ganze Team zog daraus damals ungeheuer viel Motivation und Selbstvertrauen. Ich komme immer gerne nach Budapest, denn es ist einfach eine wunderschöne Stadt und die Leute sind freundlich. Auch im Fahrerlager ist die Stimmung eigentlich immer sehr entspannt, denn jeder freut sich auf seinen Urlaub während der bevorstehenden Formel-1-Sommerpause."

"Der Hungaroring ist eine der langsameren Strecken der Saison. Du fährst praktisch ständig um eine Kurve", beschrieb Alonso. "Der Kurs ist daher psychisch ebenso anstrengend wie physisch durch die hohen Temperaturen. Wegen der vielen langsamen Kurven benötigst du eine stabile Fahrzeugfront, denn Untersteuern kostet viel Zeit. Gute Traktion und mechanischer Grip sind ebenfalls wichtig, damit du gut aus den Ecken herauskommst. Überholen ist auf dem Hungaroring sehr schwierig, die einzig gute Möglichkeit bietet sich am Ende der Start-Ziel-Geraden. Wir müssen daher im Qualifying die bestmögliche Vorstellung zeigen, sodass wir aus den Top 10 starten können.

Teamkollege Nelson Piquet setzte am Nürburgring ein Glanzlicht - zumindest am Samstag. "Es war schön, dass ich es ins Q3 geschafft habe. Leider verlief mein Rennstart nicht glücklich und ich tat mich schwer, meine harten Reifen auf Temperatur zu kriegen", so der Brasilianer. "Dadurch verlor ich in der ersten Runde einige Positionen. Anschließend kämpfte ich hart, aber mein Renault R29 verfügte nicht über die Updates, die Fernando an seinem Wagen hatte. Deshalb war es schwierig, mich zu verbessern oder gar Fernandos Tempo mitzugehen."

Ob Piquet weiterhin für Renault fahren wird, war zuletzt die große Frage. Nach mäßigen Leistungen sollte der Weltmeistersohn angeblich durch Junior Romain Grosjean ersetzt werden. Doch für Ungarn wurde Piquet bestätigt. Am Hungaroring fuhr der Brasilianer im vergangenen Jahr auf einen guten sechsten Rang. "Das war mit Sicherheit eines meiner bislang besten Formel 1-Rennen. Außerdem habe ich während meiner GP2-Zeit einmal in Ungarn gewonnen. Die Strecke verfügt zwar nicht über schnelle Kurven, trotzdem macht es Spaß, hier zu fahren. Das winklige Layout erinnert an eine Kart-Strecke. Du musst einen guten Rhythmus finden und sauber um die langsamen Ecken kommen, denn der Ausgang der einen Kurve ist meistens bereits die Einfahrt in die nächste. Jeder Fehler kostet Zeit."

"In Ungarn werden mir die gleichen Upgrades zur Verfügung stehen wie Fernando, sodass auch mein Renault R29 konkurrenzfähiger sein dürfte", freute sich Piquet. "Wie immer möchte ich mich für die Top 10 qualifizieren und von dort die Punkteränge anpeilen. Das Qualifying spielt auf dem Hungaroring eine entscheidende Rolle, denn es gibt kaum Überholmöglichkeiten. Die Bremszonen sind verhältnismäßig klein und neben der Ideallinie ist es rutschig. Wir müssen uns darauf konzentrieren, am Samstag das Maximum zu erreichen."

Fotoquelle: xpb.cc

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