Ari Vatanen glaubt, dass Jean Todt unfaire Vorteile im Wahlkampf hat

Formel 1 2009

— 20.07.2009

Vatanen behauptet: FIA finanziert Todt-Kampagne

Ari Vatanen erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen Jean Todt, dessen Präsidentschaftskampagne angeblich von der FIA finanziert wird

Die Wahl zum neuen Präsidenten der FIA wird wie erwartet zu einer hochpolitischen Schlammschlacht. Nachdem vergangene Woche erste Giftpfeile in Richtung Ari Vatanen abgefeuert wurden, holt dieser nun zum Gegenschlag aus, indem er selbst schwerwiegende Vorwürfe gegen seinen Gegenkandidaten Jean Todt erhebt.

Dass der Franzose von Amtsinhaber Max Mosley hochoffiziell als Nachfolger vorgeschlagen wird, schmeckt Vatanen natürlich überhaupt nicht: "Auch wenn Jean ein guter Freund von mir ist, ist die FIA kein Königreich, in dem der König seine Macht übergibt. Es ist falsch, Jean als Thronfolger zu präsentieren", kritisiert der ehemalige Rallye-Weltmeister in einem Interview mit der Internetseite '422race.com'.

Schwere Vorwürfe gegen die FIA-Foundation

Doch die Vorwürfe gehen weit darüber hinaus. Angeblich soll David Ward, Generaldirektor der FIA-Foundation, in die auch Todt involviert ist, den Wahlkampf des Ex-Ferrari-Teamchefs finanzieren. Vatanen: "Jean fliegt als FIA-Repräsentant mit seiner Freundin um die Welt. Er war manchmal in Asien, manchmal in Kanada, manchmal in Buenos Aires - wo auch immer. Seine Kampagne wird auf diese Weise von der FIA unterstützt und bezahlt."

Was die Lobbyarbeit angeht, so behauptet Vatanen, neben der amerikanischen AAA und den beiden spanischen Klubs unter anderem auch den ADAC schon hinter sich zu haben. Doch der deutsche Klub will davon nichts wissen. Ungeachtet dessen will er demnächst in Asien und Afrika auf Stimmenfang gehen, "denn wir brauchen Leute aus Asien und Afrika hinter einem glaubwürdigen Kandidaten", so der Finne.

Nicht die Marionette der FOTA

Dass er von der Teamvereinigung FOTA zuletzt gelobt wurde, sei purer Zufall: "Ich bin definitiv nicht die Marionette der FOTA, auch nicht ihr Repräsentant, aber ich verstehe das Geschäftsleben", meint Vatanen, der zum Beispiel Ferraris Ärger darüber, dass die FIA die Teams dazu zwingt, viele Mitarbeiter zu entlassen, nachvollziehen kann: "Wenn wir Kosten sparen können, sehr gut, aber wir müssen es auf vernünftige Weise tun und alle Partner konsultieren."

Vatanen versteht auch die FOTA-Drohung einer Alternativserie: "Wenn wir ihnen kein vernünftiges Umfeld bieten, gehen sie woanders hin. Eine Parallelserie wäre ein Desaster gewesen, aber sie wären dazu gezwungen gewesen. Sie wollten nicht weg, denn es wäre viel Arbeit gewesen, aber es war vernünftig. Die Leute schienen ihnen nicht zu glauben. Es war ein verzweifelter Hilferuf von ihrer Seite."

Fotoquelle: xpb.cc

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