Die Fans gaben Felipe Massa viele gute Wünsche mit auf den schweren Weg

Formel 1 2009

— 27.07.2009

Wie lange wird Massa ausfallen?

Felipe Massa ist nach Auskunft der behandelnden Ärzte auf dem Weg der Besserung - Formel-1-Mediziner befürchtet lange Pause

Als sich der Formel-1-Zirkus nach dem Rennen am Hungaroring in die Sommerpause verabschiedete, waren viele Beteiligte mit ihren Gedanken bei Felipe Massa. Der Ferrari-Pilot, der am Samstag im Qualifying bei deutlich über 200 km/h eine rund 800 Gramm schwere Feder des vorausfahrenden Brawn-Boliden von Rubens Barrichello an den Helm bekam, liegt nach wie vor in einem Budapester Krankenhaus. Massas Familie drückt am Krankenbett die Daumen, die behandelnden Ärzte machen Mut.

Der Brasilianer ist nicht in Lebensgefahr. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist: Niemand weiß bislang genau, wie sich Massa von der Schädelverletzung erholen wird. Außerdem ist unklar, wie lange eine solche Genesung dauern wird. Formel-1-Arzt Doktor Gary Hartstein mahnt in der 'Gazzetta dello Sport', dass es "Wochen, oder sogar Monate dauern wird, bis man wirklich einschätzen kann, inwieweit er sich davon erholen wird". Droht dem Vizeweltmeister eine lange Pause?

In Ungarn gibt man sich derzeit alle Mühe, bezüglich des Gesundheitszustandes von Massa viel Optimismus zu versprühen. Die neuesten Untersuchungen ergaben, dass beim Ferrari-Star keine Verletzung des Hirngewebes vorliegt, betonte Massas Leibarzt Dino Altmann. Der behandelnde Neurologe berichtet von einem "kleinen Ödem", welches keinerlei ernsthafte Probleme mache. Der Zustand sei ernst, aber nicht lebensbedrohlich.

Der 28-jährige Formel-1-Pilot werde immer häufiger für kurze Phasen aus dem künstlichen Koma erweckt, hieß es von einem Regierungssprecher in Ungarn. Massa könne Arme und Beine bewegen und reagiere in den Wachphasen auf seine Umwelt. "Es tut sich etwas, wenn man ihn anspricht. Wir sind optimistisch, dass er sich langsam davon erholen wird", so Sprecher Istvan Bocskai, der hinzufügte, dass sich Massa am Samstag in einer "ernsten und lebensbedrohlichen Lage befunden" habe.

Viele Formel-1-Fans werden das kennen: Zwei Mediziner, zwei Meinungen. Es fällt schwer, die Äußerungen der Ärzte richtig zu deuten. Auch Rubens Barrichello hatte damit schwer zu kämpfen. Der Brawn-Pilot besuchte seinen Landsmann vor der Abreise in die Heimat noch einmal am Krankenbett. Barrichello standen fast die Tränen in den Augen, denn "man hat mir nicht definitiv sagen können, ob er wieder ganz gesund wird".

"Das ist eine sehr emotionale Zeit für mich", so Barrichello, der seinen Gefühlen oft freien Lauf lässt. "Ich habe die ganze Zeit ein komisches Gefühl im Bauch. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nicht auch mitten im Rennen an ihn gedacht hätte." Ferrari wird die Öffentlichkeit in den kommenden Tagen voraussichtlich mit neuen Informationen über den Zustand des Piloten versorgen. Für heute hat sich Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo zum Besuch im ungarischen Krankenhaus angesagt.

Fotoquelle: xpb.cc

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