Rob Smedley und seine Crew müssen derzeit bange Stunden überstehen

Formel 1 2009

— 26.07.2009

Rafaela Massa: "Betet für Felipe!"

Die Massa-Familie ist nach dem verheerenden Unfall nach Budapest gereist - Rob Smedley: "Felipe ist wie mein kleiner Bruder"

Während am Hungaroring die Teams gerade für die verlängerten Sommerferien zusammenpacken, geht im AEK-Krankenhaus in Budapest das Zittern um Felipe Massa weiter. Der Ferrari-Pilot hatte sich im gestrigen Qualifying einen Stirnbeinbruch sowie eine schwere Gehirnerschütterung und eine Schnittwunde über dem rechten Auge zugezogen.

Besonders tragisch: Seine im fünften Monat schwangere Ehefrau Rafaela sah die verheerende Kollision mit einer Radfeder von Rubens Barrichello live im Fernsehen. Auf dem Flughafen von São Paulo rief sie daher vor ihrer Abreise alle Fans auf: "Ich bitte euch alle, egal welcher Religion ihr angehört, betet für ihn!" Und Vater Luiz Antonio sagte: "Es ist hart für einen Vater, eine Mutter und eine Ehefrau, hier zu sein und alle Informationen nur über das Telefon zu bekommen."

"Die Information, die wir haben, ist, dass er bald aufwachen wird", so Massa sen. "Er bekommt jetzt schon weniger Beruhigungsmittel. So kann er angenehmer aufwachen." Auch Renningenieur Rob Smedley wusste am Sonntagnachmittag Positives zu berichten: "Er reagiert gut auf die bisherige Behandlung. Er spricht nicht richtig flüssig, aber er reagiert mit Zeichen. Es scheint alles zu funktionieren, auch neuronal."

Smedleys Crew war heute praktisch arbeitslos, denn der Wagen von Kimi Räikkönen wird von Andrea Stella und einer separaten Mannschaft betreut. Trotzdem kam auch die Massa-Truppe an den Hungaroring - um ihrem Schützling per Boxentafel beste Genesungswünsche schicken zu können! Der im Koma liegende Massa hat davon zwar nichts mitbekommen, doch die ehrlich gerührte Geste war für die Ferrari-Mitarbeiter eine Herzensangelegenheit.

Smedley hatte mit seinen Emotionen auch nach dem Rennen sichtlich zu kämpfen: "Abgesehen von gestern war das wahrscheinlich einer der schwierigsten Tage meiner Karriere. Hier an der Boxenmauer zu sitzen und zu wissen, dass mein Fahrer in einem Krankenhaus liegt, ist sehr belastend", sagte er geknickt und fügte an: "Zumindest wirft Kimis zweiter Platz ein bisschen Licht auf ein dunkles Wochenende. Er hat Ferrari heute gut verkauft."

Die Geste mit der Boxentafel sei "sehr wichtig" gewesen, gab der Brite zu Protokoll: "Ich sehe Felipe ein bisschen als meinen kleinen Bruder, aber auch die anderen Jungs im Team können ihn irrsinnig gut leiden. Felipe ist einfach ein verdammt netter Kerl. Er ist den Leuten, die an seinem Auto arbeiten, sehr eng verbunden. Da herrscht bei uns ein toller Zusammenhalt. Wir hoffen und beten, dass die Sache gut ausgeht!"

Fotoquelle: xpb.cc

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