Ein gescheiterter Boxenstopp könnte für Renault eine Sperre bedeuten

Formel 1 2009

— 26.07.2009

Renault legt gegen Sperre Protest ein

Erwartungsgemäß legt Renault gegen die Sperre für das nächste Rennen Protest ein - Internationales Berufungsgericht der FIA nun am Zug

Das Renault-Team hat gegen die drakonische Strafe der FIA wegen der heutigen Radpanne am Wagen von Fernando Alonso beim Grand Prix von Ungarn Protest eingelegt. Der Rennstall von Flavio Briatore zögerte nach Bekanntwerden des Urteils keine Sekunde und zahlte 6.000 Euro Protestgebühr, um die Angelegenheit in zweiter Instanz neu beurteilen zu lassen. Innerhalb von 48 Stunden muss nun auch ein formeller Protest eingereicht werden.

Die drei Rennkommissare Morrie Chandler, Mohammed Ben Sulayem und Lajos Herczeg hatten Renault für das nächste Rennen, also den Grand Prix von Europa in Valencia, gesperrt. Diese harte Reaktion des Automobilweltverbandes ist vermutlich auf die jüngsten Horrorunfälle von Henry Surtees und Felipe Massa zurückzuführen, durch die die Motorsportwelt auf umherfliegende Räder oder Gegenstände besonders sensibilisiert ist.

"Die Rennkommissare glauben, dass das Team das Auto mit der Startnummer sieben ohne eine der Sicherungshalterungen für Radmuttern freigegeben hat, was ein Zeichen dafür ist, dass das Rad nicht angemessen gesichert gewesen sein könnte", heißt es im Statement der Rennkommissare. Renault habe Alonso nicht am Losfahren gehindert und ihn auch nicht über das Problem informiert oder ihn angewiesen, zur Seite zu fahren.

Dabei geht aus dem Boxenfunk offenbar hervor, dass Alonso den Verdacht eines Reifenschadens geäußert haben soll - und dennoch dürfte ihn Renault nicht angewiesen haben, sich auf der Strecke angemessen zu verhalten. Erst dadurch flog in weiterer Folge das rechte Vorderrad durch die Gegend, das im Falle einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug eine ähnliche Katastrophe wie bei Surtees in der Formel 2 auslösen hätte können.

Renaults Protest bedeutet, dass nun das Internationale Berufungsgericht der FIA am Wort ist, das dieses Jahr schon in der Diffusoraffäre die erste Einschätzung der Rennkommissare bestätigt hat. Derzeit ist noch nicht bekannt, wann das Gericht tagen wird, bis zum Grand Prix von Europa sind jedoch vier Wochen Pause. Ziel von Renault kann nur sein, eine Milderung des Strafmaßes zu erreichen.

Fotoquelle: xpb.cc

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