Der Wunsch vieler Fans: Felipe Massa soll schnell wieder ins Cockpit

Formel 1 2009

— 27.07.2009

Ärzte: Massas Saison wohl beendet

Nach Auskunft der Ärzte wird Felipe Massa 2009 keine Rennen mehr fahren können: "Sprechen konnte er bisher nicht" - Besuch von Luca di Montezemolo

Eigentlich wollte sich die Formel-1-Szene nach dem Grand Prix in Ungarn gut gelaunt in die Sommerpause verabschieden, doch nun blickt man mit Sorge nach Budapest. In einem dortigen Krankenhaus liegt Felipe Massa nach seinem Unfall am Samstag auf der Intensivstation. Der Brasilianer, der sich beim Zwischenfall eine Schädelverletzung zugezogen hatte, wird auch heute noch im künstlichen Koma gehalten.

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo stattete seinem Piloten heute einen Besuch ab. Der italienische Firmenboss war sichtlich bedrückt, als er das Krankenzimmer verließ. "Das Wichtigste ist jetzt erst einmal, dass Felipe wieder ganz gesund wird. Erst später entscheiden wir dann darüber, wer ihn möglicherweise im Cockpit vertreten wird", so die Antwort di Montezemolos auf die unweigerliche Frage nach dem Ersatzpiloten bei den kommenden Rennen.

Am frühen Nachmittag flog der Ferrari-Präsident gemeinsam mit Teamchef Stefano Domenicali wieder zurück nach Maranello. Domenicali wird bereits morgen erneut in Ungarn sein, um Massa und dessen Familie beizustehen. Über den aktuellen Gesundheitszustand gaben am Mittag die Ärzte noch einmal Auskunft.

"Wir erkennen gute Zeichen", überbrachte Doktor Robert Veres eine gute Kunde. Er schränkte allerdings ein: "Er hat die Augen noch nicht öffnen können. Es ging bei seiner Wachphase zwischendurch nur darum, ob er gewisse Partien bewegen kann." Der behandelnde Arzt erklärte, dass nicht Massa selbst Hände und Füße bewegt habe, sondern dass man mit ihm Übungen gemacht habe und seine Reaktionen im Hirn erfasste.

"Kommunizieren kann er nicht", so Veres. "Das liegt aber am künstlichen Koma. Er schläft eben." Wie lange man diesen Zustand aufrecht erhalten will, konnte der Arzt nicht konkret beantworten. "Alle Fachleute analysieren und bewerten die Situation täglich und auf dieser Grundlage dessen entscheiden wir dann." In einer dreistündigen Operation hatte das Ärzteteam am Wochenende "die Wunde gereinigt, den Schädelsplitter entfernt, den Knochen aufgefüllt und dann wieder genäht".

"Komplikationen können jederzeit auftreten", so die Mahnung des Mediziners. "Wir haben eine leichte Hirnquetschung festgestellt. Es gibt Anzeichen für eine Schwellung des Hirns. Das macht uns aber nicht allzu große Sorgen. Ob sein Auge in gutem Zustand ist, können wir noch nicht sagen." Ob der Brasilianer wieder in Rennsport zurückkehren könne? "Ich weiß es nicht. Es ist zu früh. Die Saison ist für ihn aber wahrscheinlich beendet", fasste Veres zusammen.

Voraussichtlich noch im Verlauf dieser Woche soll Massa zur weiteren Behandlung in eine Pariser Klinik gebracht werden. Die Ärzte in Ungarn versprühten zwar viel Optimismus, aber bleibende Schäden beim Piloten wollten sie nicht gänzlich ausschließen: "Es ist unmöglich, zu diesem Zeitpunkt etwas darüber zu sagen. Es kann gut sein, dass überhaupt keine Folgeschäden bleiben. Aber wir müssen das nun schrittweise herausfinden. Das sehen wir an Fortschritten Tag für Tag, oder auch anhand der Entwicklung von Monat zu Monat."

Fotoquelle: xpb.cc

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