Stefano Domenicali freut sich schon auf das Comeback von Felipe Massa

Formel 1 2009

— 28.07.2009

Leibarzt: Massas Augenlicht nicht gefährdet

Teamchef Stefano Domenicali und Leibarzt Dino Altmann wussten nach einem Besuch bei Felipe Massa gute Nachrichten zu berichten

Ganz über den Berg ist Felipe Massa drei Tage nach seinem Unfall im Qualifying zum Grand Prix von Ungarn noch nicht, aber je länger er in der AEK-Klinik in Budapest liegt, desto mehr positive Nachrichten dringen nach außen. "Es ist eine ernsthafte Situation, aber ich glaube nicht, dass er noch in Lebensgefahr schwebt", gibt sein Leibarzt Dino Altman Entwarnung.

Zuvor hatten die ungarischen Ärzte bestätigt, dass der Ferrari-Pilot nach dem Aufwachen aus dem Koma auf dem Weg der Besserung ist, eine Lebensgefahr jedoch nicht hundertprozentig ausgeschlossen. Über den Entlassungszeitpunkt aus dem Krankenhaus könne man im Moment aber nur spekulieren: "Schwer zu sagen. Wir nehmen es Schritt für Schritt und wir müssen sehr bedacht sein", so Altman zur 'Auto Bild motorsport' .

Auge macht keine Probleme

Zumindest scheinen die Spekulationen um eine Gefährdung des linken Auges nicht zutreffend zu sein: "Felipes linkes Auge macht keine Probleme, seine Sehstärke ist in Ordnung. Er kann mit dem linken Auge sehen", erklärt Altman. "Ihm geht es heute stetig besser. Er ist aufmerksamer als die Tage davor. Er hat in drei verschiedenen Sprachen geantwortet und er weiß genau, was rechts und links ist. Heute gibt es nur gute Nachrichten."

Massa habe keine Erinnerungen an den Unfall, was in solchen Situationen keineswegs außergewöhnlich ist, aber es fehle ihm nur "ein sehr kurzer Zeitraum". Dafür erkannte er heute seinen Teamchef Stefano Domenicali, der extra aus Maranello nach Budapest geflogen war, um seinem Schützling moralischen Beistand zu leisten: "Das war für mich wirklich fantastisch", berichtet der Italiener vom Wiedersehen mit Massa.

"Ich habe ihm unterstützende Botschaften vom ganzen Team und von den Fans zukommen lassen und ich habe ihm gesagt, dass wir das Auto für ihn reservieren, sobald er zurückkehrt. Er hat auf Italienisch geantwortet, dass er sich nicht mehr erinnern kann, was passiert ist. Das war sehr wichtig für uns", so Domenicali. "Wir sind sehr glücklich und optimistisch. Das sind gute Nachrichten für das ganze Team und wir freuen uns sehr mit ihm."

Kein Wort zu Ersatzkandidaten

Zu möglichen Ersatzfahrerszenarien will sich der Ferrari-Teamchef nicht äußern, denn "wir denken von Schritt zu Schritt". Er habe nach seinem Besuch auf der Intensivstation jedoch ein gutes Gefühl: "Dino ist hier der Arzt, aber ich persönlich finde es erstaunlich, wie sehr sich sein Zustand nur drei Tage nach dem Unfall schon gebessert hat. Wir dürfen nicht euphorisch werden, aber es ist schön, dass er schon wieder auf Fragen antworten kann."

Indes hat die FIA eine Untersuchung des Unfalls eingeleitet, um ähnliche Dramen in Zukunft verhindern zu können. Bevor Massa am Hungaroring von einer 800 Gramm schweren Stahlfeder bei Tempo 240 am Kopf getroffen wurde, hatte Henry Surtees beim Formel-2-Rennen in Brands Hatch nach einem Schlag von einem herumfliegenden Rad sein Leben verloren. Nun wird über die Sicherheit der offenen Cockpits nachgedacht.

Doch Domenicali glaubt, dass man auch in so schwierigen Zeiten besonnen agieren sollte: "Das Wichtigste ist jetzt, aufgrund dieser speziellen Situation nicht überzureagieren. Es war wirklich eine sehr unglückliche Situation, aber ich glaube, dass die FIA eine Untersuchung in die Wege geleitet hat, um zu verstehen und zu sehen, ob man daraus etwas lernen kann und ob man darauf reagieren muss. Mehr kann ich auch nicht sagen."

Fotoquelle: xpb.cc

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